Moringen muss Spanbeck/Billingshausen den Vortritt lassen

Moringen. Das bei vielen Clubs ungeliebte Kind HVN-Pokal ist um eine weitere Episode reicher. Aufgeführt wurde das neue Stück am Samstag beim Erstrundenturnier der Handballer in Bovenden.

Die Hauptdarsteller kamen von der SG Spanbeck/B. und vom MTV Moringen. Die Akteure der Protagonisten durften sich nach Ende der Veranstaltung jeweils für mehrere Stunden in der zweiten Runde des Wettbewerbes wähnen. Erst am Montagvormittag stand dann endgültig fest: Nicht Moringen, sondern Ausrichter Spanbeck darf sich als Turnersieger über das Weiterkommen freuen. Ursache für das Chaos ist eine unklare Formulierung in der Pokalausschreibung des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN).

Danach entscheidet zunächst die Punktzahl und dann der Direktvergleich über die Platzierung im Klassement. Danach heißt es in der Ausschreibung: „Bei Punktgleichheit der direkt beteiligten Mannschaften wird nach der Tordifferenz der direkt beteiligten Mannschaften“ entschieden. Aufgrund dieser Aussage wurde zunächst der MTV Moringen im Ergebnissystem „nuLiga“ zum Sieger erkoren. Tags darauf stand dann Spanbeck auf Platz eins, am Montag wieder Moringen.

Daraufhin setzte sich Moringens Spielertrainer Clemens Warnecke mit dem Vorsitzenden des Spielausschusses, Jens Schoof, in Verbindung und bat um Aufklärung. Schoof teilte ihm mit, dass das Ergebnissystem manuell geändert wurde und Spanbeck in der nächsten Runde stehe. Die Formulierung „Tordifferenz der beteiligten Mannschaften“ beziehe sich nur auf den direkten Vergleich. Da sich beide Teams mit einem 12:12 getrennt hatten, wurde das anschließende Siebenmeterwerfen zur Entscheidung herangezogen. Und das hatte Spanbeck gewonnen.

„Wir waren am Samstag schon nicht mehr von einem Weiterkommen ausgegangen. Das ist jetzt also kein Weltuntergang. Aber solche Aktionen sind für die Attraktivität des ohnehin viel kritisierten Wettbewerbes nicht wirklich förderlich“, kommentierte Warnecke das späte Pokalaus. (zys)

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