Mögliche Strafen können künftig an die Verursacher weitergegeben werden

Pyro ist das große Thema

Alfred Wilfer ist Ehrenmitglied des Fußballkreises: (v. li.) Volker Mönnich, Gerhard Haupt, Bernd Anders, Alfred Wilfer, Heinz Schwingel und Karl Voges. Foto: Walle

Schoningen. Die Vorschau auf die neue Serie und die Rückschau auf die abgelaufene Spielzeit standen am Sonntagvormittag in Mittelpunkt des Kreisfußballtages in Schoningen. Fast drei Stunden präsentierte der Vorstand des Fußballkreises Northeim/Einbeck Wissenswertes und Neuigkeiten rund um das runde Leder oder diskutierte mit den Vereinsvertretern. Dabei wurde eines ganz deutlich: Die Problematik mit dem Thema Pyrotechnik, Feuerwerk und Böllern ist längst auch im Süden Niedersachsens angekommen.

Der Vorsitzende Bernd Anders führte zunächst die positiven Aspekte an. Die Fair Play Liga habe sich im Jugendbereich ebenso bewährt wie das Spielen nach Futsal-Regeln in der Halle. Zudem habe es auch wieder schöne Fair-Play-Gesten gegeben, wie etwa von Carsten Brinkmann (FC Ahlshausen/Opperhausen), Kim Gerhardt (SG Hollenstedt/Stöckheim) oder Jonas Schnepel (SG Dassel/Sievershausen). „Diese Gesten zeigen, dass bei uns im Kreis Fair Play gelebt wird“, sagte Anders und hob auch die grüne Respektkarte als positives Beispiel hervor.

Mehr aber als nur eine Unart sei dagegen die Missachtung des Verbotes von Pyrotechnik und Böller in Stadien und auf den Fußballplätzen. In den vergangenen Wochen wurde in allen Endspielen – vom Sparda-Bank-Pokal über den Sport-Kuck-Pokal bis zum Frauenpokal – Feuerwerk abgebrannt und geböllert, teilweise auch in Punktspielen gezündelt. „Knallkörper haben auf unseren Fußballplätzen nichts zu suchen“, forderte Anders und erhielt dabei Unterstützung von seinen Vorstandskollegen Heinz Schwingel (Spielausschuss) und Werner Dingenthal (Schiedsrichterausschuss).

Wilfer ist Ehrenmitglied

Eine Linie, die auch der Niedersächsische Fußball-Verband verfolgt. Und weil das so ist, wurden mittlerweile Änderungen in der Rechts- und Verfahrensordnung vorgenommen. Seit dem 1. Juli können Vereine für das Fehlverhalten ihrer Fans haftbar gemacht werden. Gut geschulte Ordner, bei Bedarf auch das Hinzurufen der Polizei, seien erforderlich, um diesen aktuellen Trend zu stoppen. Strafen könne man bei Ermittlung des Verursachers an die betreffenden Personen weitergeben, erklärte Anders: „Hier ist Courage gefordert, um den Anfängen zu widerstehen.“

Erfreulich dagegen, dass Alfred Wilfer zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Der 72-Jährige, der sich seit 1979 als Staffelleiter und stellvertretende Spielausschussvorsitzende große Verdienste im Kreis Northeim-Einbeck erwarb, hatte bereits im vergangenen Jahr seinen Rückzug angekündigt. „Nach 50 Jahren Fußball muss auch mal Schluss sein“, kommentierte der scheidende Staffelleiter Wilfer die Amtsaufgabe. Sein Nachfolger heißt Stefan Müller (Markoldendorf).

Von Ralf Walle

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