Abschied aus der Handball-Landesliga Frauen

Rhumetal: Manuela Dix beendet Laufbahn

Ziemlich beste Freundinnen: Mit Bianca Niehoff (rechtes Foto) war sich „Manu“ (re.) auch für die „Drecksarbeit“ nicht zu schade. Manuela Dix (Foto oben, Mitte) zählte in den letzten zwei Jahrzehnten zu den torgefährlichsten Handballerinnen der Region. 1 Foto: zel/ 1 Foto: nh

Katlenburg. Wenn in drei Monaten der Startschuss zur neuen Handballsaison fällt, wird ein vertrauter Name fehlen: Manuela Dix! „Miss zuverlässig“ trug am 30. April bei Meister Zweidorf letztmals das Trikot der HSG Rhumetal. Mit acht Treffern dokumentierte sie noch einmal ihre Torjägerqualitäten. Dennoch soll nun Schluss sein. „Es war eine tolle Zeit. Aber die Wehwehchen werden nicht weniger. 30 Jahre sind genug“, erklärt die 39-Jährige. „Ich bin froh, ohne große Verletzungen geblieben zu sein und den Zeitpunkt des Aufhörens selbst bestimmen zu können.“

Mit dem Abschneiden in ihrer letzten Spielzeit ist sie zufrieden. „Wir haben unser Ziel, ein ausgeglichenes Punktekonto und einen sicheren Mittelfeldplatz, erreicht. Die Spiele, die wir gewinnen mussten, haben wir auch gewonnen.“ Den einen oder anderen Zähler habe man liegen lassen, „aber für ganz oben hätte es eh nicht gereicht.“ Gegen die Spitzenteams gab es richtige Klatschen.

Meister mit der C-Jugend

Positiv beurteilt die gefürchtete Linkshänderin die Einstellung. „Wir haben immer gekämpft. Viele Siege haben wir unseren Torfrauen zu verdanken. Sie gehören zu den besten der Liga.“ Ein dickes Lob gibt es für die A-Jugendlichen Alina Diedrich, Julia Kliemann, Marie Behrens und Phakruedi Bunyang. „Das war echt stark. Sie waren eine tolle Unterstützung.“ Ärgerlich war der verletzungsbedingte Ausfall von Lisa Hake. „Ihre Eins-gegen-Eins-Aktionen haben uns sehr gefehlt.“

Als größten Erfolg ihrer langen Karriere bezeichnet die Bürokauffrau den Gewinn der Niedersachsenmeisterschaft 1990 mit der C-Jugend der HSG Rhumetal. Und trotz eines unschönen Endes haben die fünf Jahre in Northeim einen besonderen Stellenwert. Unvergessen ist das Meisterschaftsfinale der Bezirksklasse gegen die HSG Nörten-Angerstein am 11. März 2001: Rekordverdächtige 400 Zuschauer (!) sahen das 16:18 in der Schuhwallhalle. Bei der Frage nach der größten Enttäuschung muss Dix spontan passen - ein gutes Zeichen!

Angebote und Möglichkeiten, höherklassig zu spielen, gab es viele: Nörten, Hattorf, Rhumetal oder auch Northeim. Dort kam sie auf einige „Aushilfseinsätze“ im Regionalligateam. „Das war schon interessant. Ich habe gerne Handball gespielt, gerne auch viel. Aber der Aufwand war mir dann doch zu groß.“ Bei allem Ehrgeiz sei es wichtig gewesen, dass der Spaß und die Harmonie stimmen. „Ich hatte immer tolle Mitspielerinnen und Freunde im Team. Deshalb musste ich nie wirklich überlegen. Vielleicht habe ich sportlich etwas verpasst, aber ich bereue meine Entscheidung nicht.“

Bleibt die Frage, ob „Manu“ wirklich ganz ohne das kleinere runde Leder auskommt. Aktuell genießt sie die freie Zeit und bleibt mit Laufen und Radfahren weiter sportlich aktiv. „Ich bin selbst gespannt, wie es sich im September oder Oktober anfühlt.“ Mit Sascha Friedrichs, dem Trainer der HSG-Reserve ist sie so verblieben, „dass ich mal beim Training vorbeischaue, wenn es wieder kribbelt…“ (zys)

Von Andreas Schridde

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