Handball - 3. Liga Männer: Am Sonntag wird der TV Germania Großsachsen in Northeim erwartet

Ein Schlüsselspiel für den NHC

Die Freude muss raus! Wenn Sören Lange trifft, lässt er die Zuschauer daran teilhaben. Mit bisher 123 Treffern ist er der zweiterfolgreichste Torschütze der Liga. Archivfoto: zje

Northeim. Die Negativserie mit fünf Niederlagen am Stück wollen die Drittliga-Handballer des Northeimer HC endlich beenden, wenn in der Schuhwallhalle Sonntag ab 17 Uhr gegen TV Germania Großsachsen gespielt wird.

Nach der enttäuschenden Abwehrleistung gegen Bruchköbel, die 34 Tore zuließ, liegt das Augenmerk von Coach Carsten Barnkothe klar auf einer stabilisierten Deckung gegen den Tabellenachten. Dabei soll auch mehr Feuer durch das in der Hinrunde gut funktionierende Tempospiel des NHC entstehen. „Wir haben in den vergangenen Partien zu sehr auf den Gegner reagiert und das Spiel zu wenig selber gestaltet“, sagt Barnkothe selbstkritisch.

Helfen dürfte dabei, dass die Woche über endlich mit kompletter Mannschaft trainiert werden konnte. Neben Gerstmann und Stöpler, deren Reha planmäßig verläuft, fehlte nur Etrit Xhafolli, der noch an seiner Bänderverletzung vom Silvester-Cup laboriert. So konnte auch Neuzugang Lothar von Hermanni weiter integriert werden, von dessen Spielintelligenz Barnkothe begeistert ist. „Mit ihm sind wir variabler. Er kann auf Linksaußen, aber auch auf der Spielmacher-Position im Rückraum eingesetzt werden.“

Das ist auch notwendig, denn mittlerweile verspürt der NHC den Druck aus dem Tabellenkeller. Mit einer weiteren Niederlage wäre man spätestens mittendrin im Abstiegskampf. Die angepeilten Punkte gegen die Gegner aus dem Unterhaus der 3. Liga, beispielsweise Gelnhausen und Bruchköbel, wurden verpasst, so dass der NHC nun nur noch einem Zähler vor den Abstiegsrängen liegt.

Großsachsens Trainer Stefan Pohl sieht den Gegner daher folgerichtig in einem kleinen Tief, glaubt aber nicht an einen lockeren Sieg. Nach der zuletzt unerwarteten Heimniederlage gegen Coburg II beklagte er gravierende Schwächen in der Offensive. Viele Angriffe wurden überhastet abgeschlossen, so dass Coburg sein behäbiges Angriffsspiel aufziehen konnte. Damit kam das Team von der Bergstraße überhaupt nicht zurecht - ähnlich wie der NHC, dem gegen Rodgau gleiches passiert ist. Gefühlt stand Rodgau damals bei jedem Angriff im passiven Spiel, ohne dass der NHC-Angriff daraus einen Vorteil ziehen konnte. Sollte Northeim diese Schwäche gegen Großsachsen ablegen können und die Abwehr ähnlich stark arbeiten wie gegen Rodgau, könnte sich die Heimsieben für die knappe Hinrundenniederlage (31:32) revanchieren und wieder Richtung Mittelfeld orientieren. (zaj)

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