Handball - 3. Liga Männer: Trainer Carsten Barnkothe und 2. Vorsitzender Oliver Kirch im HNA-Interview

„Die Stimmung ist hervorragend“

Carsten Barnkothe

Northeim. Mit dem Heimspiel gegen den Tabellenletzten TV Gelnhausen startet Handball-Drittligist Northeimer HC am Sonntag ab 17 Uhr in der Schuhwallhalle in die Rückrunde. Wir haben uns vorher mit Trainer Carsten Barnkothe und dem 2. Vorsitzenden Oliver Kirch zusammengesetzt, um eine erste Bilanz zu ziehen.

Platz acht mit 15:15 Punkten zur Saisonhalbzeit: Das war vor der Spielzeit nicht zu erwarten, oder?

Carsten Barnkothe: Nein, nicht unbedingt. Das Gerüst unserer Mannschaft besteht allerdings mit Spielern wie Jannes Meyer, Sören Lange, Paul-Marten Seekamp oder Marcel Armgart aus Jungs, die bereits bei unserer ersten Drittligasaison 2014/15 dabei waren. So ist es uns nun etwas leichter gefallen, sich an die 3. Liga zu gewöhnen. Dann haben uns aber die Verletzungen von Christian Stöpler und Tim Gerstmann zurückgeworfen. Wir haben zwar mit Max Berthold oder auch seit kurzem mit Etrit Xhafolli weitere Verstärkungen bekommen, doch der Kader ist immer noch recht klein für die 3. Liga. Zwischen Platz drei und Platz 13 liegen nur sieben Punkte. Da ist noch viel möglich.

Der NHC scheint aber in der 3. Liga angekommen zu sein.

Oliver Kirch: Sportlich ja, doch das finanzielle Umfeld ist hart. Zwischen uns und den ehemaligen Erstligisten Großwallstadt und Leutershausen liegen Welten. Da müssen wir als Verein ein Paket anbieten, bei dem der Wohlfühlfaktor, die Begeisterung der Zuschauer und die Möglichkeit, sich auf einem national bedeutenden Parkett zu präsentieren, unsere finanziell beschränkten Möglichkeiten ausgleicht. Wer mal mit der Mannschaft im Bus zu einem Auswärtsspiel gefahren ist, kann das bestätigen: Die Stimmung ist hervorragend. Und wenn dann so ein Spiel wie gegen Magdeburg II in der Schuhwallhalle gewonnen wird, dann ist das nicht nur für die Zuschauer ein Höhepunkt, sondern auch für die Spieler etwas ganz Besonderes.

Was erwartet die Zuschauer in der Rückrunde?

Barnkothe: Es wird noch enger. Unsere Gegner kennen nun unsere Spielweise. Hinzu kommen die neuen Verletzungen vom Silvester-Cup in Katlenburg (Berthold und Xhafolli umgeknickt, Amgart an der Hand genäht). Gleich im ersten Spiel geht es zwar gegen den Tabellenletzten, aber Gelnhausen hat einen sehr guten Torhüter und mit Alen Kulenovic sogar einen europacuperfahrenen Spieler. Anfang Dezember hat zudem ein Quartett aus erfahrenen Trainern die Gelnhäuser übernommen und sofort auf tägliches Training umgestellt. Wir werden uns daher auf einen physisch sehr starken Gegner einstellen. Aber die Serie von zwölf Auswärtsniederlagen der Gelnhäuser soll nicht ausgerechnet bei uns reißen.

Kirch: Wichtig ist, gleich in den nächsten Spielen wichtige Punkte zu sammeln. Bei drei Absteigern müssen wir am Ende mindestens 26 oder 27 Punkte haben. Damit wollen wir gegen Gelnhausen und eine Woche später beim Derby in Baunatal anfangen.

Wie sieht die langfristige Planung im Verein aus?

Kirch: Ziel ist es, den NHC in der 3. Liga zu etablieren. Dazu soll die Reserve als junge Nachwuchsmannschaft aufgebaut werden, um auch Leistungsträgern aus der Region eine Perspektive zu geben und sie an das Bundesliga-Team heranzuführen. Natürlich muss man sich auch Gedanken um die 1. Mannschaft machen. Erst recht, wenn es für den ein oder anderen Spieler beruflich neue Perspektiven gibt, die ihn aus Northeim wegführen. Wie jeder Verein an der Schwelle zum professionellen Sport wünschen wir uns mehr Paten für Marketing und Werbung. Jeder Sponsor ist willkommen und kann sich bei den Heimspielen anschauen, wie begeistert die Northeimer unsere Mannschaft unterstützen.

Barnkothe: Wir wollen das Gesicht des Teams unbedingt erhalten. Wir haben mit einer jungen Mannschaft Erfolg. Diese Schiene möchten wir weiterfahren. (zaj)

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