Handball - 3. Liga Männer: Northeims Torwart Marcel Armgart im HNA-Interview vor dem Heimspiel gegen Magdeburg

„Tims Ausfall tut uns richtig weh“

Seit sieben Jahren im NHC-Dress: Marcel Armgart ist mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden, lediglich zwei Partien ärgern ihn. Archivfoto: zje

Herr Armgart, erstmal ein Blick zurück auf die Heimniederlage gegen Hanau und die schwere Verletzung von Tim Gerstmann: Was war da los?

Marcel Armgart: Tims Ausfall tut uns auf jeden Fall richtig weh. Er ist unglücklich aufgekommen und hat sich dabei die Achillessehne gerissen. Er ist ja schon am Sonntag operiert worden. Danach haben ihm die Ärzte gesagt, dass seine Sehne bereits angeschlagen war. Wenn er sich also nicht gegen Hanau verletzt hätte, wäre ihm das vermutlich in einem der nächsten Spiele passiert.

Also der nächste langzeitverletzte Leistungsträger.

Armgart: Ja, mit Christian Stöpler und nun Tim fehlen uns zwei ganz wichtige Jungs.

In solchen Situationen hört man dann oft, dass das Team noch enger zusammenrücken muss, um den Ausfall gemeinsam zu kompensieren.

Armgart: Genau so ist es auch. Jeder von uns ist nun gefordert, auf dem Feld nochmal zehn Prozent mehr Leistung rauszuhauen.

Wie sieht es bei den weiteren Spielern aus, die zuletzt gefehlt haben?

Armgart: Jannes Meyer hat am Dienstag wieder komplett mit der Mannschaft trainiert. Da bin ich ganz optimistisch, dass er seine Prellung überstanden hat und er am Sonntag dabei ist. Bei Jannes Haberecht (Blinddarm) und Jannis Wilken (Muskel) sieht es so aus, dass sie im Januar in den Kader zurückkehren.

Die halbe Saison ist fast vorbei. Der NHC ist mit 12:12 Punkten Tabellenneunter. Zahlen, die vor der Serie vermutlich jeder sofort unterschrieben hätte, oder?

Armgart: Ja, wir können sicher zufrieden sein. Zwei Spiele tun mir aber noch immer ein bisschen weh. Zum einen ist das die 22:23-Niederlage in Coburg und natürlich das jüngste Spiel gegen Hanau. Da haben wir zwischenzeitlich mit acht Toren geführt und am Ende doch noch verloren. Ein Knackpunkt ist die rote Karte gegen Paul-Marten Seekamp nach 20 Minuten gewesen. Damit hatten wir dann noch einen Rückraumspieler weniger.

Den Tabellendritten und den 13. trennen aktuell gerade mal fünf Punkte. Mitten drin liegt der NHC. Hat es Sie überrascht, dass die Klasse so dermaßen ausgeglichen ist?

Armgart: Auf jeden Fall. Als wir 2014/2015 schon mal in dieser Liga waren, gab es drei Teams, die von Beginn an unten drin steckten und um den Klassenerhalt kämpfen mussten. Jetzt wird sich Großwallstadt an der Spitze vermutlich ein bisschen absetzen. Die waren wirklich sehr stark. Aber sonst kann definitiv jeder gegen jeden gewinnen.

In diesem Jahr stehen noch drei Partien an. Was ist da möglich?

Armgart: Wir spielen am Sonntag zuhause gegen Magdeburg II und müssen dann noch nach Erlangen und Groß-Bieberau. Sechs Punkte wären natürlich perfekt, aber das ist vermutlich ein bisschen hochgegriffen. Wenn wir noch zwei Spiele gewinnen würden, wäre das super. Erstmal konzentrieren wir uns auf die Magdeburger. Die haben eine sehr junge Mannschaft und werden sicher von Beginn an hohes Tempo gehen. Das dürfte für die Zuschauer interessant werden. (mwa)

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