Handball-Oberliga Männer: 28:23 über Hameln / Meister immer noch ungeschlagen

Der NHC will den Rekord

Torgarant beim Meister: Paul-Marten Seekamp erzielte beim 28:23 über den VfL Hameln sieben Treffer. Foto: Niesen

Northeim. Die Handball-Oberliga-Männer des Northeimer HC steuern nach ihrem hart umkämpften 28:23 (15:14)-Sieg über den Zweiten VfL Hameln vor über 400 Zuschauer in der Schuhwallhalle auf einen Rekord zu: Wenn der bereits feststehende neue Niedersachsen-Meister in der kommenden Woche auch noch im letzten Saisonspiel beim Lehrter SV mindestens einen Punkt holt, wird er in dieser Saison ungeschlagen bleiben.

„Diese Mannschaft will einfach nicht verlieren“, lobte NHC-Trainer Carsten Barnkothe, tropfnass von einer Bierdusche, nach dem umjubelten Prestigesieg über den VfL Hameln sein Team. Die Hamelner waren in der Schuhwalle angetreten, den Northeimern die Meisterschaftsfeier nach dem letzten Heimspiel der Saison zu versalzen. Doch das wollten die Northeimer Spieler partout nicht mitmachen, wohlwissend dass ihnen mit sechs Punkten Vorsprung auch bei einer Niederlage der Titel und der Aufstieg in die 3. Bundesliga nicht mehr zu nehmen gewesen wäre.

Northeims Paul-Marten Seekamp lief mit seinem unermüdlichen Drang zum Tor früh zur Hochform auf. Und wenn er nicht auf dem Feld war, machten Marlon Krebs und Tim Gerstmann aus dem Rückraum Druck. Dennoch gelang es den Northeimern nicht, mehr als eine 15:14-Führung zur Halbzeit herauszuholen.

An diesem Bild änderte sich auch nach dem Seitenwechsel wenig. Northeim bekam erst zunehmend Oberwasser, nachdem die mitunter unglücklich pfeifenden Schiedsrichter Hamelns Andreas Gödecke nach einer rüden Attacke an Seekamp mit Rot vom Spielfeld verwiesen.

„Wir hatten damit gerechnet, dass Hameln mit zunehmender Spielzeit die Kräfte ausgehen“, sagte der NHC Trainer. Diese Einschätzung sollte sich bewahrheiten. Denn nach dem 22:21 (52.) entfachten die Northeimer ein Feuerwerk, dem sich die konditionell immer schwächer werdenden Hamelner am Ende geschlagen geben mussten.

Anschließend überreichte der Vizepräsident Jugend des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN), Olaf Denecke, Northeims Seekamp den Meisterschaftswimpel, der zweite nach dem Titel in der Saison 2013/14.

Momente der Rührung gab es, als die Mannschaft Kreisläufer Kai Kühn (30) verabschiedete. Er spielt seit 25 Jahren im Verein und möchte jetzt mit seinem Zwillingsbruder André in der Zweiten seine Handball-Karriere ausklingen lassen. Außerdem verlassen Jan-Sebastian Wittwer und Philipp Güthers die Mannschaft.

Northeimer HC: Armgart, Gobrecht – Kolletzko, Krebs 6, Lange 3/1, Seekamp 7, K. Kühn 2, Haberecht, Gerstmann 4, Wittwer 2, Meyer, Strupeit, Dewald 2, Stöpler 2. (zhp)

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