Wichtiger Sieg im Abstiegskampf

1. FC Schwalmstadt fertigt Hessen Kassel II 5:0 ab

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Ausgiebige Schwalmstädter Freude über das wegweisende 2:0: (v.l.) Brian Mitchell (leicht verdeckt), Jan Niklas Brandner, Torschütze Leon Lindenthal, Ricardo Seck und Leonard Freund.

Ziegenhain. Der 1. FC Schwalmstadt hat seine Hausaufgaben gemacht. Und durfte angesichts eines souveränen 5:0 (2:0)-Erfolges gegen den KSV Hessen Kassel II dafür durchaus eine gute Note bekommen haben.

Was die allerdings fürs Abschlusszeugnis wert ist, bleibt abzuwarten. „Unsere Pflicht haben wir erfüllt, doch freuen bauchen wir uns darüber nicht“, ordnete FCS-Trainer Atilla Güven den vierten Heimsieg angesichts der nach wie vor höchst angespannten Lage im Abstiegskampf der Fußball-Verbandsliga realistisch ein.

Immerhin: Sein Matchplan mit Timo Brauroth als zentralen Ballverteiler vor und in der Abwehr ging voll auf. Wenn auch mit Verspätung. „Das war ein Geduldsspiel, denn wir wollten dem Gegner trotz des Drucks des Gewinnen-Müssens nicht ins offene Messer laufen“, erklärte Ricardo Seck die Anlaufzeit seiner Elf. Eine Balance zwischen Defensive und Offensive, die der Außenverteidiger besonders gut raus hatte: Mit seinen unwiderstehlichen Flankenläufen, die zu zwei Treffer führten und dank seiner Abräumqualitäten im eigenen Strafraum.

Türöffner Patrick Herpe

Als „Türöffner“ fungierte jedoch Patrick Herpe, der mit einem Zuckerpass aus der eigenen Hälfte das 1:0 durch Brian Mitchell (30.) mustergültig vorbereitete. „Dazu bin ich da“, sagte der Spielmacher. Sogar in ungewohnter Rolle als Sechser, die er auf Grund der defensiven Anforderungen nach eigenem Bekunden gar nicht so mag. 

Nach der Einwechslung von Yannik März für Leon Lindenthal (73.) durfte der 25-Jährige dann wieder als Zehner ran – und staubte prompt zum 5:0 (79.) ab. Aber auch der leicht ausgepumpte FCS-Stürmer hatte seine Schuldigkeit mit seinem 12. Saisontor und dem 2:0 nach 32 Minuten getan. Dem voraus ging eine Traumkombination über Jan Niklas Brandner und Brian Mitchell.

Ja, die Schwälmer hatten, nachdem sich die erste Anspannung gelegt hatte, die Freude am schönen, raumgreifenden Spiel wieder entdeckt. Ohne deshalb an Konsequenz einzubüßen, denn direkt nach dem Wiederanpfiff stellten sie mit einem zweiten Doppelschlag die Weichen endgültig auf Sieg. Erst musste KSV-Torwart Kliebe einen Schuss von Alexander Dietz abprallen lassen und der agile Mitchell war erneut zur Stelle (48.), dann versenkte Vedran Jerkovic volley den Ball (48.), mustergültig aufgelegt von Ricardo Seck.

Danach war die Spannung raus. Aus der Partie und auch aus dem Spiel der Gastgeber, die einen Gang zurückschalteten. Dabei aber, wie schon in der Anfangsphase, nie die Kontrolle verloren. Gegen einen harmlosen Gegner keine Meisterleistung, aber für Atilla Güven ein Wink, wie es auch in den kommenden, entscheidenden Spielen bei mehr Gegenwehr klappen könnte.

Schwalmstadt: Kreuter - Dietz, F. Seck, Jerkovic, R. Seck - Brauroth, Herpe - Brandner, Mitchell, Freund (63. Fey) - Lindenthal (73. März).

KSV II:Kliebe - Bode, Voss, Feldmann, Bredow - Gülsen (84. Kaygusuz), Appel - Schütze, Koch, Unzicker - Lensch (81. Sattorov).

SR: Ebert.

Tore: 1:0 Mitchell (30.), 2:0 Lindenthal (32.), 3:0 Mitchell (48.), 4:0 Jerkovic (52.), 5:0 Herpe (79.).

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