Gerd Hainmüller ist seit 25 Jahren im Seniorenbereich am Ball

1000 Mal gespielt: Dieser Mann ist der Dauerbrenner des TSV Mengsberg

Macht alles mit links: Mengsbergs Dauerbrenner Gerd Hainmüller.
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Macht alles mit links: Mengsbergs Dauerbrenner Gerd Hainmüller.

Das ist schon eine Marke: 1000 Seniorenspiele, noch dazu alle für den gleichen Verein. Gerd Hainmüller hat diese besondere Leistung für den TSV Mengsberg vollbracht. Und zwar im Test gegen den Verbandsligisten FC Ederbergland, bei dem er eingewechselt wurde.

Mengsberg – Das Jubiläum war jedoch nur eine Zwischenstation. Eine Woche später folgte der 1001. Einsatz in der Kreisliga A 2 zwischen Mengsberg II und Homberg II (1:2). Seine Bereitschaft, immer zur Verfügung zu stehen, lebt der Dauerbrenner seit 25 Jahren vor. Alles akribisch dokumentiert vom ehemaligen Mengsberger Vorstandsmitglied und jetzigen Kreisfußballwart Gerhard Kubitschko, der seit 1983 über jedes Spiel Buch führt.

Debüt am 30. August 1995

Am 30. August 1995 debütierte Hainmüller als 17-Jähriger unter Trainer Jochen Führer. Nach seiner Premiere gegen Homberg in der Bezirksoberliga war er in 528 Punktspielen 23 Jahre lang bis zur Saison 2017/18 durchgängig für die erste Mannschaft aktiv. Egal, ob Bezirksliga (heute Kreisoberliga), Bezirksoberliga (Gruppenliga) oder Verbandsliga. „Ich habe in meiner besten Phase rund 50 Spiele pro Saison gemacht. Ein Zwicken war für mich kein Grund, um zu pausieren“, betont der 42-Jährige.

Als Libero und defensiver Mittelfeldspieler verpasste er in sechs Saisons nicht eine Partie. Dabei glänzte er mit direkt verwandelten Ecken, einem Treffer von der Mittellinie und bis zu drei Toren pro Spiel. Der begnadete Linksfuß lief unter 15 verschiedenen Trainern auf. Sein größtes Kunststück gelang ihm 2017 aber im Trikot der Alten Herren gegen Cappel. Ein Strafstoß, ein Freistoß und eine direkte Ecke – alles saß. Doch zum alten Eisen zählt der Standardspezialist nicht. In der Kreisliga ist er auch mit 42 Jahren weiterhin ein Leistungsträger. Da er zudem regelmäßig mit dem Gruppenliga-Kader trainiert, sind weitere Einsätze für das Team von TSV-Coach Stefan Banf nicht ausgeschlossen.

Drei Verbandsliga-Aufstiege als Höhepunkte

Dass der exzellente Torvorbereiter immer seinem Verein die Treue hält, ist für den gebürtigen Mengsberger selbstverständlich: „Zum einen ging es mir nie ums Geld. Zum anderen hatte ich wegen meiner Schichtarbeit mehr Freiheiten als der Rest.“ Natürlich spielte darüber hinaus das gesellige Vereinsleben eine Rolle, weshalb der jetzige Jugendleiter einen Wechsel nie in Betracht zog. Lange mit viel Spaß an seiner Seite auch auf dem Platz Zwillingsbruder Dirk, der zurzeit in der „Dritten“ aktiv ist, und treue Weggefährten wie Stefan Stehl, Rene Dingel sowie Eric und Swen Friauf.

Neben zwei Gruppenliga-Aufstiegen zählen die drei Verbandsliga-Aufstiege 2011, 2014 und 2017 zu den größten Erfolgen seiner Karriere. Der erste unter Trainer Achim Gleim war besonders schön. Denn sowohl in der Meistersaison als auch in der folgenden Verbandsliga-Spielzeit, die mit einem unglücklichen Abstieg endete, zählte der Edeltechniker zu den Erfolgsgaranten. Auch in der Halle macht ihm keiner etwas vor. Ein baldiges Karriereende schließt der Akteur mit der Rückennummer Zehn daher aus. (Fabian Seck)

Brüderlicher Jubel: Dirk (l.) und Gerd Hainmüller feierten 2011 den Aufstieg in die Verbandsliga.

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