2. Bundesliga

28:25 - Kirchhof tat sich zum Saisonauftakt gegen starken Aufsteiger Freiburg schwer

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Gegen zwei Spielerinnen durchgesetzt: Die Freiburgerinnen Nadine Czok (l.) und Angelika Makelko (r.) können Kirchhofs Kreisläuferin Jana Schaffrick (Nummer sechs) nicht am Torwurf hindern. 

Melsungen – Zum Saisonstart der 2. Handball-Bundesliga hatte die SG 09 Kirchhof mehr Widerstand als erwartet zu brechen, hielt Aufsteiger HSG Freiburg aber letztlich in Schach.

Aller Anfang ist schwer. Auch für vermeintliche Favoriten. Und dieser war besonders knifflig. Ersatzgeschwächt („ohne Fünf“) gegen einen Gegner, der als Aufsteiger durchaus mit dem Überraschungseffekt kokettieren konnte. Doch die SG 09 Kirchhof bestand diese Prüfung zum Saisonauftakt in der 2. Handball-Bundesliga, kämpfte die HSG Freiburg mit 28:25 (15:13) nieder - und war danach laut Trainer Denk ob des Arbeitssieges unter diesen schwierigen Bedingungen einfach nur „erleichtert“. Denn: „Wir haben es nie geschafft uns entscheidend abzusetzen und den Sack zuzumachen.“

Bevor sich diese letztlich verpassten Chancen boten, hetzte sein Team gegen den taktisch hervorragend eingestellten Neuling sogar einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher. Und das kam so: Die starke Torfrau Fischer hielt einen Siebenmeter von Diana Sabljak und Nadine Czok sowie Alica Burgert veredelten ihre Parade zum 1:3 (7.).

Ein Vorsprung, der bis zu Czoks drittem Treffer hielt (4:6 nach 10 Minuten) und der auch auf das Konto der Freiburger Zermürbungstaktik in der Offensive ging. Lange Angriffe der Gäste waren Trumpf, so lange, bis die SG-Deckung doch mal die Geduld verlor und beispielsweise Linksaußen Burgert (per Einläufer) entwischen ließ. Aber auch das zwischenzeitlich von Kirchhof angezogene Tempo konnten die Breisgauerinnen mitgehen, nervten zudem die Gastgeberinnen mit ihrer offensiv ausgerichteten quirligen 6:0-Deckung.

Späte Entscheidung

Eine Kirchhoferin nicht: Kreisläufern Jana Schaffrick. „Ja, ich musste viel laufen“, beschrieb der fleißige Neuzugang aus Bremen seine Hauptaufgabe, die darin bestand, in die sich bietenden Lücken der Freiburger Defensive zu stoßen. Und dann häufig auch noch selbst erfolgreich abzuschließen. Weiterhin hielt die konsequent angeschobene erste und zweite Welle die SG im Spiel.

Und als sich die bis dahin komplett abgemeldeten „Halben“ Sabljak, sichtlich durch ihre Knieverletzung gehandicapt, und Greta Kavaliauskaite doch mal durchsetzen konnten, schien es um den Außenseiter geschehen. Zumal Sina Ritter per Siebenmeter zum 9:7 nachlegte (16.).

Die Wende? Nein. Freiburg blieb dran, glich nach 35 Minuten zum 15:15 aus und roch auch dank der sich nochmals steigernden Lena Fischer bis zum 18:18 (41.) an einer Überraschung. Doch dann nagelte auch Frederike Siggaard, die die verletzte Nela Zuzic hervorragend vertrat, ihren Kasten für Minuten zu, was insbesondere Linksaußen Ritter aus dem Rückraum nutzen konnte. Mit drei Treffer war sie am 4:0-Lauf zum 22:18 (46.) beteiligt.

Alles andere als ein Ruhekissen, auch weil den Denk-Schützlingen im Abschluss die nötige Konsequenz fehlte. Selbst die agile Schaffrath setzte völlig freistehend einen Heber übers Tor („Ich hasse solche Würfe“). Also kamen die nie aufsteckenden Gäste zurück und waren erst nach einem Doppelschlag zum 28:24 von Kavaliauskaite und Ritter geschlagen (58.). Der SG-Coach schien dem Braten immer noch nicht so recht zu trauen. Nahm eine Auszeit, um ja nichts mehr anbrennen zu lassen.

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