Höchste Saisonniederlage

Mainz 05 zeigt SG 09 Kirchhof beim 35:24 Grenzen auf

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Hart zugepackt: So wie hier im Hinspiel Alicia Soffel (rechts) gegen Diana Sabljak gaben die Mainzerinnen auch beim 35:24 gegen Kirchhof den Ton an. 

Das ist ein herber Dämpfer: Nach der höchsten Heimniederlage (29:36 gegen Kurpfalz Bären) hat Handball-Zweitligist SG 09 Kirchhof die heftigste Packung überhaupt in dieser Saison kassiert. Und beim 24:35 (11:22) beim 1. FSV Mainz 05 arg enttäuscht.

„Wir sind an unsere Grenzen gestoßen. Auch Leidenschaft hat gefehlt, sodass ich mich bei unseren Zuschauern entschuldigen muss“, sagte SG-Coach Christian Denk. 60 Fans der Grün-Weißen hatten die Löwinnen in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt begleitet.

Lediglich bis zum 4:3 und somit sieben Minuten durften die Gäste auf Zählbares hoffen. Dann drehte Mainz angetrieben von Spielmacherin Larissa Platen (8/2-Treffer in der ersten Halbzeit) und die Halblinke Alicia Soffel auf. Besonders über die zweite Welle und mit vollem Tempo auf den ebenso tief stehenden wie anfälligen Mittelblock waren die Meenzer Dynamites erfolgreich. „Taktisch haben die Mädels alles perfekt umgesetzt und auf alles, was Kirchhof versuchte, die passenden Antwort gegeben“, lobte FSV-Coach Thomas Zeitz sein Team.

Selbst zwei frühe Zeitstrafen gegen die Halbrechte Elisa Burkholder brachten Mainz nicht aus dem Konzept. Mehr noch. Kirchhof schoss etliche Fahrkarten und der FSV traf und traf. Nach dem 9:6 (13.) sogar sieben Mal in Folge zum 16:6 (21.), was Kreisläuferin Janka Bauer zum 20:8 (25.) veredelte. Das konnten weder zwei Auszeiten von Denk noch die Hereinnahme von Alena Breiding oder phasenweise die siebte Feldspielerin verhindern.

 „Wir haben oft allein gespielt und unvorbereitet abgeschlossen. Wenn man dann auf ein Team trifft, das nur so vor Selbstvertrauen strotzt, wird es halt bitter“, haderte der SG-Coach. Ein schwacher Trost, dass seine Mannschaft in der niveauärmeren zweiten Halbzeit das Geschehen mit 13:13 unentschieden gestalten konnte.

Folglich bleibt für die Grün-Weißen die Erkenntnis, dass aktuell die ersten sechs der Tabelle zu stark sind und das es schwierig genug wird, den siebten Platz zu verteidigen. Denn am kommenden Samstag geht es zum fünftplatzierten HC Rödertal, der gerade beim Tabellenzweiten Kurpfalz Bären mit 28:27 gewonnen hat. Und danach? Gastiert Spitzenreiter HL Buchholz 08-Rosengarten am 2. März in der Melsunger Stadtsporthalle.

Mainz:Schäfer, Gerken - Gangel 4, Bauer 6, van Rossum 2, Feldmann, Soffel 9/3, Hartstock, Platen 8/2, Cipaian 3, Großheim, Burkholder 1, Golla 2.

Kirchhof: Siggaard, Demianczuk, Küllmer - Lucas, Breiding 3, Boonkamp 3, Nolte 1, Kühlborn 5, Svirakova 2, Sabljak 5/2, Szary, Urbicht 1, Visser 3, Mai 1.

SR:Dauben/Rohmer. Z: 280.

Siebenmeter:5/5:4/2.

Zeitstrafen:10:12-Minuten.

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