2. Bundesliga

Urbicht und Szary bleiben in Kirchhof - Kader für nächste Saison steht

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Bleibt: Michelle Urbicht.

Kirchhof - Mit dem Verbleib von Michelle Urbicht und Sandra Szary hat Handball-Zweitligist seine Personalplanung für die kommende Saison erstmal abgeschlossen. Dabei stehen sieben Abgänge sechs Neuzugänge gegenüber. 

Handball-Zweitligist SG 09 Kirchhof hat´s in den letzten Wochen spannend gemacht. Ungewollt und weniger sportlich, denn in der zweiten Saison im Unterhaus ist die Mannschaft spätestens nach den drei letzten Siegen von der Abstiegszone wesentlich weiter entfernt als von einem Spitzenplatz. Nein, für Aufregung und (ein bisschen) Sorge im Umfeld sorgte die frühzeitige Bekanntgabe von sieben Abgängen verbunden mit der bangen Frage, wie und durch wen diese zu ersetzen sind.

„Alle Personalien sind geklärt“, konnte SG-Trainer Denk dementsprechend erleichtert verkünden, nachdem der Verein sechs teilweise hochkarätige Neuzugänge verpflichtete. Und auch die letzten Fragezeichen bezüglich des Kaders für die nächste Saison beseitigt sind. Michelle Urbicht und Sandra Szary bleiben der SG erhalten, während Kim Mai ihre Karriere aus persönlichen Gründen vorerst beenden will. Damit bekommt der Aufsteiger von 2017 ein neues, hoch interessantes Gesicht. Ein Überblick:

Torfrauen

Es wir bei einem Trio bleiben. Nur ersetzt Nela Zuzic aus der 2. französischen Liga Katarzyna Demianczuk (wohl nach Mainz). Christian Denk will damit „neue Reize“ setzen, gilt doch die „Neue“ als wesentlich impulsiverer Typ als die ruhige Polin, die zudem im deutschen Unterhaus ihren „nächsten Karriereschritt“ machen und dabei ihre jungen Kolleginnen Frederikke Siggaard und Paula Küllmer mitreißen will.

Außen

Auf links sorgt Neuzugang Sina Ritter (von Bad Wildungen) für Erstligaerfahrung und ist damit ein adäquater Ersatz für Christin Kühlborn, die es in die 1. Liga zieht (Bensheim/Auerbach). Als „Backup“ steht die gelernte Spielmacherin Michelle Urbicht zur Verfügung. Auf rechts winkt der jungen Iva van Linden die Chance, an die guten Ansätze vor ihrem Kreuzbandriss anzuknüpfen. „Wir setzen auf sie“, sagt der SG-Trainer. Muss er auch, denn Karolina Bijan dürfte erst Anfang 2020 ins Team zurückkehren.

Rückraum

Hier ist die „neue“ SG auf allen Positionen doppelt besetzt: auf der Mitte mit Michelle Urbicht, die sich in der Rückrunde der laufenden Saison zur Stammspielerin gemausert hat, sowie mit Neuzugang Mariel Beugels (von Bad Wildungen), wie Mannschaftskollegin Ritter ein Garant für den (fast) sorgenfreien Klassenerhalt der Vipers. Auf links ist natürlich Diana Sabljak gesetzt. Als Alternative bietet sich Alena Breiding an, die in ihrem ersten Zweitliga-Jahr den Anschluss geschafft hat. Und Neuzugang Greta Kavaliauskaite, die Kapitänin der litauischen Nationalmannschaft. Auf rechts ist Kirchhof mit den beiden Linkshänderinnen Anouk van de Wiel (von Molde HK), die allerdings nach einer Knieoperation noch in der Reha ist, und Sandra Szary so wurfstark besetzt wie nie zuvor. Für die Ex-Rödertalerin nach heftigen Anlaufproblemen in der aktuellen Spielzeit die Chance, in der kommenden ihren wahren Wert für die Mannschaft unter Beweis zu stellen.

Kreis

Hier tritt Jana Schaffrick das wohl schwerste Erbe an. Nämlich das von Dionne Visser (nach Bensheim/Auerbach), die in drei Jahren an der Fulda zur holländischen Nationalspielerin aufgestiegen ist. Unterstützen könnte die Noch-Bremerin dabei Greta Kavaliauskaite, die auch aufgrund ihrer Flexibilität verpflichtet wurde.

Fazit:Die Fans erwartet in der nächsten Saison keine „neue“, sondern eine „andere“ SG mit modifizierter Spielweise. Angepasst an größere physische Stärke, an mehr Wurfkraft aus der zweiten Reihe und an den frischen Wind, für den gemeinhin sechs Neuzugänge sorgen. Gelingt es Kirchhofs Coach diese schnellst möglich zu integrieren und aus dem gesamten Kader wie in den letzten Jahren eine Einheit zu machen, kann die gesamte Mannschaft den von Torfrau Zuzic angestrebten „nächsten Schritt“ machen. Also im dritten Zweitliga-Jahr den Blick nach oben richten.

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