2. Liga

Kirchhof gegen Sachsen Zwickau krasser Außenseiter

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Nicht zu halten: die Kirchhoferin Sina Ritter. Im „Duell“ der wohl besten Linksaußen der Liga trifft sie mit ihrer Mannschaft auf Zwickaus Jenny Choinowski. 

Der Spielplan kennt keine Gnade. Nach dem Tabellenvierten der 2. Handball-Bundesliga hat die SG 09 Kirchhof den Dritten zu Gast (So. 16 Uhr Stadtsporthalle Melsungen).

Und steht damit vor einer noch größeren Herausforderung, als gegen den VfL Waiblingen. Doch der rauschende 34:22-Erfolg könnte als Blaupause dienen, um vielleicht auch den BSV Sachsen Zwickau ins Wanken zu bringen. „Wir müssen das gleiche Feuer entfachen und wieder unter 25 Gegentoren bleiben“, lautet die Parole von SG-Torjägerin Diana Sabljak. Denn: Wenn ihre Mannschaft diese Vorgabe erfüllte, ging sie auch als Sieger vom Feld. Zuletzt dreimal hintereinander.

Allerdings bekommen sie es diesmal mit einer Offensivabteilung der Extraklasse zu tun, die zuletzt gegen Herrenberg (39:30) heftig wirbelte. Mehr als 519 Treffer (fast 30 pro Spiel) haben in der Liga nur Buchholz-Rosengarten (552) sowie Halle-Neustadt (446) erzielt. Weil die Mannschaft von Norman Rentsch dank überragender Einzelspielerinnen von jeder Position torgefährlich ist. „Von der Qualität das Beste, was die Liga zu bieten hat“, sagt SG-Trainer Gernot Weiss. Die Konsequenz: „Wir müssen noch mal drauf legen, von allem einen Tick mehr in die Waagschale werfen.“

Duell der besten Linksaußen

Denn: Sollte es den Gastgebern nämlich gelingen, den überragenden Rückraum mit „Wurfmaschinen“ (Weiss) wie Petra Nagy (bisher 42 Treffer), Simona Stojkowska (56/6), Lisa Felsberger (49/2) und Katarina Pavlovic (81/24) halbwegs in Schach zu halten, verfügt der Favorit ja auch noch über eine exzellente Kreisläuferin, die das zu kompensieren vermag. „Wenn der Rückraum mal nicht trifft, macht Nadja Bolze ihre Tore“, weiß Kirchhofs Coach.

Auch in Erwartung des Duells der vielleicht besten Linksaußen der Liga: Sina Ritter (68/11) „gegen“ Jenny Choinowski (81/30). Zwei unterschiedliche Spielertypen. Die Kirchhöferin dank ihrer Dynamik eine „komplette Spielerin“ (Weiss), die auch im Rückraum spielen kann. Die Zwickauerin, im Abschluss eine Bank und beim Tempogegenstoß kaum zu bremsen.

Ein Patt, was für die Ausgangsposition nicht gilt. Denn Kirchhof ist klarer Außenseiter. Drum konzentriert Gernot Weiss seine Hoffnungen auch darauf, „dass wir ein gutes Ergebnis erzielen und in der Spur bleiben.“ Das schließt, natürlich, eine Überraschung keineswegs aus.

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