2. Liga Handball

Kirchhofs Gegner kommt mit sechs Zugängen und neuem Trainer

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Gonzalo Silva Miranda

Kirchhof/berlin. Goncalo Neto da Silva Miranda heißt der Mann. Welch‘ ein Name! Er gehört dem neuen Trainer des Handball-Zweitligisten Spreefüxxe Berlin, die heute (18 Uhr Melsunger Stadtsporthalle) bei der SG 09 Kirchhof gastieren.

Der Trainer

Verpflichtet wurde der 25-jährige Portugiese nur wenige Tage vor dem ersten Spiel. „Wir sind froh, dass das kurzfristig noch geklappt hat“, atmete Managerin Britta Lorenz auf, „außerdem haben wir mit Goncalo einen Trainer gefunden, der perfekt zu unserem jungen und schnellen Team passt.“ Der „Neue“ war die letzten drei Jahre in der schwedischen 3. Liga der Männer tätig und hat sich dort die nötigen Meriten in der Nachwuchsförderung erworben. Amtssprache im Kader ist erst einmal Englisch. Die Vorbereitung hatten unter Lorenz‘ Oberaufsicht die Routiniers Anna Eber und Anna Blödorn geleitet.

Der Kader 

Dabei gab es einen personellen Schnitt - fünf Abgänge und sechs Zugänge - zu bewältigen. Mit Bianca Trumpf und Sabrina Neuendorf beendeten u.a. zwei langjährige Leistungsträgerinnen ihre Karriere. Verpflichtet wurden ausschließlich junge, ausbaufähige Spielerinnen, die trotzdem schon eine beachtliche Karriere aufweisen können. Wie die litauische Nationalspielerin Simona Kolosove (22), die auf der Mitte bereits die Fäden zieht und mit Kreisläufer Tina Wagenlader (von Hannover-Badenstedt) den bärenstarken Innenblock der 6:0-Deckung bildet. Dazu kommen die Linkshänderin Paulina Momot (22), die österreichische Spielmacherin Fabienne Humer (19), die dänische Rückraumspielerin Laura Kirchhoff Madsen (20), zum Auftakt allerdings noch angeschlagen, sowie Linksaußen Anna Ansorge (20) aus Leipzig. „Wenn die alle einschlagen, zählt Berlin für mich zu den Aufstiegsfavoriten“, sagt SG-Trainer Christian Denk.

Das Saisonziel

Britta Lorenz backt kleinere Brötchen: „Wir konzentrieren uns erst mal auf den Klassenerhalt und darauf, die Mädels individuell weiter zu entwickeln.“ Ihre Zurückhaltung ist dem Umstand geschuldet, „dass wir uns erst noch einspielen müssen.“ Erst in den kommenden zwei bis drei Jahren sollen höhere Ziele, sprich die Rückkehr ins Oberhaus angepeilt werden.

Die Aufstellung

Von der Stammsieben der letzten Saison sind Torfrau Natascha Faßold, Linksaußen Paula Förster, die Halblinke Anna Blödorn, deren Einsatz allerdings fraglich ist, die Rückraumrechte Samira Krakat, Aufbauspielerin Vanessa Magg und Rechtsaußen Natalie Schwarz übrig geblieben. Von den Neuzugängen sind bis jetzt Spielmacherin Kolosove und Kreisläuferin Wagenlader erste Wahl.

Die Form

Beim 23:19-Auftaktsieg gegen die TG Nürtingen funktionierte insbesondere die Berliner Deckung schon fast wie gewohnt. Die Füxxe-Managerin lobt daher die „Einsatzbereitschaft“ ihrer Spielerinnen, sieht aber, insbesondere in der Offensive, „noch viel Luft nach oben“. Die Konsequenz: „Wir fahren als Außenseiter zur SG.“

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