Jetzt drei Punkte vor Obernburg

29:17 - Torwart Eggert ragt aus starker MT Melsungen II heraus

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Wie eine Wand: Der überragende Schlussmann Glenn-Louis Eggert (MT) hält auch den Ball von Obernburgs Michael Malik. 

Als Glenn-Louis Eggert nach 54 Minuten das Tor für seinen Teamkollegen Daniel Kocsis räumte, konnte sich der Schlussmann der MT Melsungen II nicht nur an den Glückwünschen seiner Mitspieler erfreuen, sondern auch am Applaus der Zuschauer.

Denn die wussten ebenso, dass der Rückhalt mit seinen 19 Paraden maßgeblichen Anteil am 29:17 (14:8)-Erfolg in der Handball-Oberliga gegen den TuSpo Obernburg hatte. „Glenn war heute überragend“, lobte Kreisläufer Martin Reinbold seinen Kollegen. Allerdings zeigte die gesamte Mannschaft der Nordhessen ein ganz anderes Gesicht als zuletzt. 

In der 6:0-Abwehr stand Melsungen sicher, verschob gut und ließ so dem starken Gäste-Rückraum um Drittliga-Neuzugang Michael Malik keine Chance. Und in der Offensive spielte die Bundesliga-Reserve mit viel Druck, zeigte sich variabel und war von allen Positionen torgefährlich. Und konnte so auch das Fehlen von Nino Jedinak, Adam Kiss und Max und Ole Pregler kompensieren.

Weil Eugen Gisbrecht klug Regie führte, Jona Gruber zuverlässig traf und auf der rechten Seite vor allem Vlad Avram auftaute. „In der Abwehr haben wir richtig gekämpft und im Angriff mit viel Geduld gespielt“, lobte MT-Coach Georgi Sviridenko, der endlich mal wieder voll zufrieden mit seinem Team sein konnte. Das Resultat: Eine komfortable 14:8-Pausenführung.

Obernburg lässt Frust freiem Lauf

Auch eine kurze Schwächephase nach Wiederanpfiff überstanden die Bartenwetzer dank ihrer starken Defensive. „Wir sind cool geblieben“, sagte Sviridenko. Und Kreisläufer Reinbold freute sich darüber, dass „Obernburg alles Mögliche ausprobiert hat, ohne eine Antwort auf unsere Abwehr zu finden.“ In der Defensive holte sich die MT die Sicherheit, die Selbstvertrauen gab. Und über 18:12 (43.) und 25:15 (54.) zum siebten Saisonsieg führte. 

Die Gäste hingegen ließen ihrer Frustration freien Lauf. TuSpo-Torjäger Andre Göpfert sah nach einem vollkommen überflüssigen Einsteigen gegen Rechtsaußen Julian Fuchs die Rote Karte. Und Philipp Klimmert erwies seinem Team in der Schlussphase mit einer doppelten Zeitstrafe wegen Meckerns einen Bärendienst. Wovon sich die souveräne MT II freilich nicht aus der Ruhe bringen ließen.

Melsungen:Eggert (1.-54., 19 Paraden/14 Gegentore, 1 Tor), Kocsis (54.-60., 3/3), Herbst - Haeske 1, Rulff, Gruber 6, Avram 5, Kothe, Dobriczikowski, Damm 2, Reinbold 2, Gisbrecht 5/2, Fuchs 3/3, Kuntscher 4.

Obernburg:Friedrich (1.-22., 3/13, 1 Tor), Kiss (22.-60., 13/16) - Reus 1, L. Wengerter 1, Raab 2, Klimmer 3/1, Neeb, Fries, Kern 1, F. Wengerter, Malik 4/2, Schnabel, Göpfert 2, Bauer 2.

SR: Mäkitalo/Schäfer. 

Z:89.

Siebenmeter:7/5:4/3.

Zeitstrafen:8:10-Minuten.

Rot: Göpfert (43., grobes Foulspiel).

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