Umfangreiches Trainings- und Testspielprogramm

SV Germania Fritzlar sucht das Sieger-Gen

+
Ein Talent für Fritzlar: Neuzugang Nele Bittdorf (rechts) reift nun unter Trainer Lazar Constantin Cojocar. Die zweite Neue, Luisa Krüger, weilt noch im Urlaub. 

Fritzlar. Die Stimmung ist gut bei den Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar. „Alle sind fleißig und ziehen voll mit“, stellt SVG-Coach Lazar „Lucky“ Cojocar nach der ersten Vorbereitungsphase zufrieden fest.

Auch in diesem Jahr wollen die Domstädterinnen, nun in der West-Staffel, vorne mitmischen. Dafür hat der 48-Jährige seiner Mannschaft ein umfangreiches Trainings- und Testspielprogramm verordnet.

Die Neuen

Verstärkt hat sich die Germania punktuell mit zwei Talenten aus der Oberliga-A-Jugend der wJSG Dittershausen/Wollrode. Luisa Krüger soll Hannah Puntschuh am Kreis entlasten. Während Nele Bittdorf, die bereits mit einem Zweitspielrecht bei Bundesligist HSG Bad Wildungen Vipers Erfahrungen im Damenbereich sammeln konnte, laut Cojocar eine Allrounderin ist. „Wir sind super aufgenommen worden. Nun will ich hier Fuß fassen und mir Spielanteile erarbeiten“, sagt Bittdorf. Und der Trainer bekräftigt; „Sie müssen sich an die Härte gewöhnen und werden ihre Zeit brauchen, uns über die Saison aber sicher helfen.“ Ansonsten kann der Rumäne auf eine eingespielte Mannschaft setzen, die bisher von Verletzungen verschont blieb.

Die Taktik

Vergangene Saison hatte die Germania die beste Abwehr der Liga. Und auch in der neuen Spielzeit soll die 6:0-Defensive um Esther Meyfarth und Vilte Duknauskaite im Mittelblock eine Bank sein. Zudem will der Fritzlarer Trainer eine weitere Abwehrformation eintrainieren. Denkbar sind dabei sowohl eine 3:2:1- als auch eine 5:1-Variante.

Steigerungsbedarf besteht indes in der Offensive. „Wir brauchen einen Killerinstinkt, ein Sieger-Gen. Das muss uns über die Saison begleiten“, fordert Cojocar, der Tempohandball spielen lassen will: „Schnelle Ballkombinationen, der Tempogegenstoß und die schnelle Mitte, das muss unser Erfolgsrezept sein.“

Die Gegner

Nachdem die SG Menden Sauerland Wölfe ihre Drittligamannschaft zurückgezogen hatte, wurde die Germania kurzfristig in die West-Staffel umgruppiert. Dort spielten die Domstädterinnen schon in der Saison 2013/14 und landeten unter der damaligen SVG-Trainerin Susanne Bachmann auf dem vierten Platz.

Dabei dürfte die West-Staffel kaum weniger anspruchsvoll sein als die bisherige Ost-Staffel. Mit dem HSV Solingen/Gräfrath und dem 1. FC Köln trifft die Germania auf starke Konkurrenten. Auch die vier Bundesliga-Reserven (BV Borussia Dortmund II, VfL Oldenburg II, HSG Blomberg-Lippe II und Bayer Leverkusen II) verfügen über exzellent ausgebildete und spielstarke Jugendspielerinnen

„Wir wollen in der Liga eine wichtige Rolle spielen und müssen uns schnell akklimatisieren. Bei 22 Spielen müssen wir fokussiert sein und dürfen uns keinen Ausrutscher erlauben“, sagt Cojocar. Dann dürfte der dritte Rang aus dem Vorjahr bestätigt werden können. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.