3. Liga

Fritzlar steckt Krügers Ausfall weg und feiert souveränen 31:16-Erfolg

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Nicht zu halten: SVG-Kreisläuferin Lorena Lorenz (l.) setzt sich gegen Lena Rosenberg durch und erzielt einen ihrer drei Treffer beim 31:16-Erfolg.

Trotz eines weiteren Ausfalls setzte der SV Germania Fritzlar seine Erfolgsserie in der 3. Handball-Liga auch gegen die TSG Ober-Eschbach fort.

Nein, dieses Rumpfteam kann nichts erschüttern. Auch ein neuerlicher Ausfall - der vierte - nicht. Ebenso wenig eine überragende Gäste-Torfrau, die in der Anfangsphase ihren Kasten zuzunageln drohte. All dem trotzte der SV Germania Fritzlar und feierte beim souveränen 31:16 (16:10) gegen die TSG Ober-Eschbach im sechsten Spiel den fünften Sieg und holte sich damit die Tabellenführung in der 3. Handball-Liga Ost zurück.

„Jeder weiß, was zu tun ist und setzt das auch um“, beschreibt SVG-Trainer Cojocar das Erfolgsgeheimnis. So hatten seine Schützlinge auch auf die zähe Anfangsphase eine Antwort, als erst nach 12 Minuten durch Xenia Ahrend das erste Feldtor zum 4:3 gelang, nachdem ihnen zuvor Yvonne Petek einen Wurf nach dem anderen weg genommen hatte und nur bei Fritzlars Tempogegenstößen machtlos war.

Doch was die TSG-Torfrau konnte, konnte ihre Kollegin Vanessa Maier genauso. Gestützt auf eine kompakte Abwehr, die nun Beton anrührte, wurde dann auch die Handbremse im Positionsangriff gelockert. „Wir sind mehr in die Tiefe gegangen und haben unser Spiel breiter angelegt“, erklärte Lorena Lorenz den 7:0-Lauf zum 11:4 (21.), der erst von der zweiten Auszeit von Gästetrainer Grzelachowski unterbrochen wurde. Die Kreisläuferin, die nach ihrem Abschied eigentlich nur „im Notfall“ aushelfen wollte. Genau der war durch das krankheitsbedi

ngte Ausscheiden von Louisa Krüger eingetreten. Die junge Mutter spielte (60 Minuten lang) so als wäre sie nie weg gewesen. Eine Bank in der 6:0-Deckung, ein wertvolles Bindeglied in der zweiten Welle und ein steter Gefahrenherd am gegnerischen Kreis.

Nach dem 13:6 durch Esther Lieber (23.) ließen es die Gastgeberinnen etwas ruhiger und unkonzentrierter angehen. So verkürzte Ober-Eschbach zur Pause auf 16:10, ohne deshalb an den deutlichen Kräfteverhältnissen rütteln zu können.

Auch nach dem Wechsel nicht, als Schlussfrau Petek erneut glänzte. Weil auf die überragende SVG-Abwehr stets Verlass war und dem Gast ohne Ketia Kunelashvili (Heimaturlaub) die Durchschlagskraft aus dem Rückram fehlte. Lazar Constantin Cojocar war trotzdem unzufrieden, konnte sich mit dem reinen Verwalten des Vorsprungs nicht anfreunden. Und griff per Auszeit ein.

Die Folge: Vier Tore in Folge zum 25:13 (50.), wobei insbesondere Maria Kiwa auftaute. Und sich, wie von ihrem Coach gefordert, „etwas zutraute.“ Zwei sehenswerte Distanzwürfe nämlich, die unhaltbar für Petek im TSG-Tor einschlugen. Dann luchste die Rückraumspielerin auch noch Celine Gehrke den Ball ab, bediente Lorena Lorenz, die sich mit ihrem dritten Treffer zum 29:15 (58.) bedankte. Es wird wohl nicht der letzte Notfall gewesen sein.

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