3. Liga

Im Hessenderby ist Kampf gefragt - Fritzlar muss Esther Lieber ersetzen

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Soll statt Esther Lieber die Fäden im SVG-Angriff ziehen: Luisa Krüger (links).

Im Hessenderby der 3. Liga Ost strehen die Handballerinnen des SVG Fritzlar vor einer besonderen Herausforderung: Sie müssen gegen die HSG Kleenheim-Langgöns (So. 17 Uhr, KHS-Sporthalle) Esther Lieber ersetzen.

Nein, eine besondere Begegnung ist die Partie zwischen den Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar und der HSG Kleenheim-Langgöns (So. 17 Uhr, KHS-Sporthalle) für SVG-Trainer Lazar Constantin Cojocar nicht mehr. Und dies, obwohl der A-Lizenzinhaber von 2011 bis 2017 Trainer der Mittelhessinnen war und mit der HSG 2016 auch den Aufstieg in die 2. Liga feierte.„Das war eine schöne Zeit, aber von damals ist kaum noch eine Spielerin im Kader“, sagt Cojocar. Nur Rückraumspielerin Tanja Schorradt und Katharina Weber liefen noch unter dem heutigen Fritzlarer Coach auf. Weber droht für das Hessen-Derby mit muskulären Problemen auszufallen. Das wäre ein herber Rückschlag für die Gäste, weil sie sowohl im Angriff als auch im Innenblock der Kleenheimer 6:0-Deckung eine tragende Rolle einnimmt.

Aber auch ohne die Kreisläuferin hat die HSG reichlich Qualität im Kader. Kopf der Mannschaft ist die schwedische Spielmacherin Stina Karlsson, die schon für Metzingen in der Bundesliga spielte. Dazu kommt mit der beim Thüringer HC ausgebildeten Rechtsaußen Lisa-Marie Kiethe eine schnelle Flügelspielerin. Auch die eigene Jugend wird immer besser in das Drittliga-Team integriert. Vor allem die groß gewachsene Linkshänderin Celina Rüspeler sorgte im rechten Rückraum und als Weber-Vertretung im Innenblock zuletzt für Furore.

„Das wird ein Kampfspiel, indem die Abwehrreihen entscheiden werden“, prognostiziert SVG-Coach Cojocar. Schon im Hinspiel trennten sich beide Seiten 19:19. Dazu müssen die Domstädterinnen den Ausfall von Spielmacherin Esther Lieber kompensieren (Meniskusriss). „Sie war mein verlängerter Arm und der Kopf der Mannschaft. Sie ist nicht zu ersetzen“, sagt Fritzlars Trainer über die Regisseurin.

In die Bresche springen müssen erneut Janina Dreyer und Maria Kiwa. Auf Liebers Position im Angriff dürfte zunächst Luisa Krüger rücken. Denkbar wäre aber auch, dass Bibiana Huck in den rechten Rückraum wechselt und Kiwa auf die Mitte. Dann würde auf Rechtsaußen erneut Hannah Berk, die schon gegen Chemnitz einige starke Szenen hatte, wirbeln. In der Defensive könnten die junge Anamaria Puda oder Krüger Liebers Platz einnehmen. „Wir werden das Beste aus der Situation machen“, verspricht Cojocar trotz der angespannten Personal.

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