Lichtblick Anamaria Puda

HSG Gedern/Nidda im Topspiel erneut zu stark für SV Germania Fritzlar

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Hautnah: Fritzlars Lena Dietrich (am Ball) und Hanna Rösner von der HSG Gedern/Nidda schenkten sich im Topspiel der 3. Liga Ost nichts.

Es gibt Niederlagen, die wehtun. Rückschläge, die verärgern. Und es gibt verlorene Partien, die Hoffnung bringen. „Wir haben zwar ein Spiel verloren, dafür aber eine Spielerin gewonnen“, sagte Handball-Lehrer Lucky Cojocar, der mit dem SV Germania Fritzlar im Gipfeltreffen der 3. Liga Ost bei der HSG Gedern/Nidda mit 19:27 (11:15) unterlag.

Der neue Lichtblick der Germania heißt Anamaria Puda. Eine 19-Jährige, die 2018 von der A-Jugend der TSG Dittershausen kam und bislang für Fritzlar II in der Ober- sowie Landesliga spielte. Das dürfte sich ändern. „Anamaria verfügt über einen guten Wurf und hat sich auch in der Abwehr bewährt“, lobt Cojocar die groß gewachsene Rückraumspielerin, die vor 400 Zuschauern im Hessen-Derby in Nidda mehr als 30 Minuten auf der Platte stand.

Anamaria Puda

Das war notwendig, weil nach dem zusätzlichen Ausfall von Neuzugang Hannah Berk (Gehirnerschütterung) mit Lorena Lorenz nur noch eine Alternative im Aufgebot stand. Und die Kreisläuferin konnte erkrankt lediglich phasenweise helfen.

Deshalb begannen die Gäste mit Bibiana Huck im rechten Rückraum statt auf Rechtsaußen, wo Kathleen Nepolsky für die Domstädterinnen startete. So lange die Kräfte reichten, verkaufte sich das Cojocar-Team gegen den letztjährigen Zweitligisten deutlich besser als beim 16:24 im Hinspiel. Über 2:2 (4., Janina Dreyer) und 7:6 (12., Nepolsky) blieb Fritzlar bis zum 10:13 nach Pudas ersten beiden Drittliga-Treffern in Schlagdistanz (27.).

Mit zunehmender Spielzeit erwies sich Kreisläuferin Leonie Nowack als spielentscheidender Faktor im Mittelblock, so dass die Domstädterinnen bei den meisten Angriffen ins Zeitspiel mussten. Auf der Gegenseite war Sabine Kaiser nicht zu stoppen und warf sieben Treffer. Das Tor der Halblinken zum 20:16 (50.) läutete einen Schlussspurt der Mannschaft von Trainer Christian Breiler ein, dem Fritzlar nicht gewachsen war.

Bitter indes, dass ein Foulspiel nach einem Schlag ins Gesicht Pudas nicht geahndet wurde – und Emely Nau im Gegenzug auf 21:16 erhöhte (51.). Das saß. Nau (2), Isabell Schüler (3) und Hannah Niebergall konterten nach Belieben und sorgten mit einem 8:1-Lauf dafür, dass die HSG in der Tabelle nur noch zwei Zähler hinter der Germania liegt. „Wir haben gekämpft, bis der Tank leer war“, sagte Cojocar, der sein Team jetzt auf den nächsten Hit gegen die TSG Eddersheim (So. 17 Uhr) vorbereitet. Dann als Tabellenzweiter, weil Eddersheim nach dem 30:19 gegen die TS Herzogenaurach an Fritzlar vorbeigezogen ist.

Fritzlar:Maier (17 P./26 GT), Gürbig (0/1) - Dietrich 3, Huck 3, Lorenz, Nepolsky 1, Lieber 3, Dreyer 7, Krüger.

SR: Kreß/Tarka. Z: 400.

Siebenmeter: 5/7:0/1.

Zeitstrafen: 6:8-Minuten.

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