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35:26 im Derby: TSV Eintracht Böddiger wie es siegt und lacht

Darauf mussten sie 21 Monate warten: Die Handballerinnen des TSV Eintracht Böddiger feierten das 35:26 gegen die SG 09 Kirchhof II im Derby der Handball-Oberliga.
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Darauf mussten sie 21 Monate warten: Die Handballerinnen des TSV Eintracht Böddiger feierten das 35:26 gegen die SG 09 Kirchhof II im Derby der Handball-Oberliga.

„Derbysieger, Derbysieger, hey, hey“ hallte es durch die Felsberger Stadtsporthalle. Da ließ sich das Team des TSV Eintracht Böddiger von 200 Zuschauern gebührend für den 35:26 (17:10)-Coup gegen die SG 09 Kirchhof II feiern.

Felsberg –Zumal es nach saisonübergreifend vier Niederlagen in Folge der erste Sieg für Böddiger in der Handball-Oberliga seit dem 15. Februar 2020 (26:23 gegen TGS Walldorf) war. Kein Wunder, dass Trainerin Rocsana Negovan mit ihrer jungen Mannschaft um die Wette strahlte und sagte: „Diese zwei Punkte geben den Mädels neue Motivation und sind die Belohnung für gute Trainingsleistungen. Egal, wer rein kam, hat sich nahtlos eingefügt und das Tempo hochgehalten.“ Das lässt sich statistisch belegen. Gleich zehn Spielerinnen der Eintracht trugen sich in die Torschützenliste ein – demgegenüber hatte Kirchhof überhaupt nur neun Akteurinnen im Aufgebot.

Böddiger machte kurzen Prozess mit den Gästen, bei denen die B-Jugendlichen Sophie Kliebisch (drei Treffer bei drei Versuchen) und Johanna Grunwald zu den Lichtblicken zählten. Ansonsten wusste im Rückraum nur Katharina Koltschenko als Alleinunterhalterin zu gefallen. Ihren Teamkolleginnen Marie Sauerwald und besonders Marie Herwig war ein arg gebrauchter Tag angedreht worden. „Die Körpersprache ist das Wichtigste und da waren wir nicht da. Die Niederlage ist verdient, aber zu hoch“, sagte SG-Coach Martin Denk, der allein bis zur Pause 15 Fehlwürfe seiner Spielerinnen notierte.

Hasper findet Lücken und Kühlborn überragt

Deutlich effizienter waren die Gastgeberinnen. Da ebnete Julia Hasper mit zwei schnellen Toren zum 2:0 (3.) den Weg zum Heimsieg und fand auch danach zielsicher Lücken in der SG-Abwehr. Überragend an deren Seite präsentierte sich einmal mehr Anne Kühlborn, die mit fünf ihrer insgesamt elf Tore bereits nach 17 Minuten für eine Vorentscheidung zum 11:4 sorgte. Linkshänderin Hasper gelang ebenso wie Kühlborn das Kunststück ins leere Tor zu treffen, weil Kirchhof viel versuchte und die erneut solide Torfrau Lisa-Marie Rehbein zugunsten einer zusätzlichen Feldspielerin von der Platte nahm.

Die Eintracht fand stets Lösungen. Federführend auch durch die flinke Filiz Eren, die nicht mehr nur auf Linksaußen, sondern auch auf der Mitte wirbelt. „Filiz setzt ihre Mitspielerinnen geschickt ein und hat ein hohes Spielverständnis“, lobt Negovan. Und konnte sich auch an guten Leistungen der Torfrauen erfreuen. Vor der Pause zeigte Denise Dippel acht Paraden. Im zweiten Durchgang machte sich die Hereinnahme der jungen Ann-Christin Mattern bezahlt, die fast schon selbstverständlich einen Siebenmeter der indisponierten Herwig parierte.

Breite im Kader als Eintracht-Trumpf

Nur ganz kurz konnten die Gäste auf eine Wende hoffen. Angeführt von Koltschenko verkürzte Kirchhof auf 18:22 (40., Borgolte). Doch dann machte sich die Breite im Eintracht-Kader bezahlt. Emilie Giese und Fiona Eberhardt gaben der Abwehr Halt, Lisa Springer zeigte sich auf Rechtsaußen und Selina Berger nahm sich ein Herz und machte mit ihrem unwiderstehlichen Solo zum 28:21 (50.) alles klar. Als dann Kühlborn trotz kurzer Deckung und Eren garniert mit einem Lächeln zum 30:21 nachlegten (52.), gab sich die Drittliga-Reserve geschlagen – und Böddiger konnte erstmals nach 21 Monaten jubeln.

Böddiger: Dippel (11 P/17 GT), Mattern (8/9) - Berger 2, Eberhardt 1, Theis 1, Brenzel 4, Dieling 1, Eren 3, Hasper 7, Kühlborn 11/1, Gondermann 4, Springer 1, König, Giese.

Kirchhof II: Rehbein (15/35) - Kliebisch 3, Grunwald 1, Herwig 3, Seifert, Koltschenko 8, Jacob 3, Sauerwald 3, Borgolte 5.

SR: Moritz Arend/Tobias Ganasinski. Z: 200.

Siebenmeter: 1/2:0/1. Zeitstrafen: 8:8-Minuten. (Sebastian Schmidt)

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