A-Jugend-Bundesliga

Derber Derby-Dämpfer für mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen

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Begann stark und baute wie seine Mannschaftskameraden stark ab: Ole Pregler (mJSG).

Durch eine 25:29-Niederlage im Hessenderby der A-Jugend-Bundesliga gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen verspielt die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen ihre gute Ausgangsposition im Kampf um die ersten vier Plätze, die zur Teilnahme an der Meisterrunde berechtigen.

Das 11:7 nach 15 Minuten trog, das 17:21 (39.) nicht. Denn während die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen nach starkem Start stark nachließ, drehte die HSG Dutenhofen/Müncholzhausen im Hessenderby der A-Jugend-Bundesliga das Spiel - und brachte es dann auch nach Hause. Mit 29:25 (15:14), womit die Karten im Kampf um die ersten vier Plätze der Staffel West, die zur Teilnahme an der Meisterrunde berechtigen, neu gemischt werden.

„Wir haben den Gegner wieder ins Boot geholt“, haderte mJSG-Trainer Brede mit der verpassten Chance, den Rivalen abzuschütteln, während sein Kollege Thomas Weber frohlockte: „Jetzt ist wieder alles offen.“ Mit Vorteil für die punktgleichen Mittelhessen, denn die haben das direkte Duell gewonnen.

Eklatante Abschlussschwäche der Gastgeber

Wofür Björn Brede einen „Hauptgrund“ ausmachte: die „Abschlussschwäche“ seiner Schützlinge, die sich 23 Fehlwürfe (und dazu 13 technische Fehler) leisteten. Der das hauptsächlich zu verantworten hatte, war der überragende Lüko Fischer, (unterbeschäftigter) Schlussmann der U 23 der HSG Wetzlar, der eigentlich nur durch die Verletzung von Christoph Weizsäcker in den HSG-Kasten gerückt war, den Nordhessen aber auch schon in der vergangenen Saison den Garaus gemacht hatte.

Ihn hatten die Gastgeber nur in der Anfangsphase halbwegs drauf. Besonders Ole Pregler, der nach dem 1:3 (3.) die Sache persönlich in die Hand nahm, als Vollstrecker und Anspieler glänzte - um dann mit seinen Kameraden unter zu gehen. „Wir hatten am Anfang mit seiner Dynamik Probleme, sind dann aber nicht mehr so früh gegen ihn rausgegangen und haben etwas defensiver agiert“, beschreibt der HSG-Trainer die entscheidende Weichenstellung in seiner Abwehr.

Die musste ab der 27. Minute auf ihren verletzten Zwei-Meter-Mann im Deckungszentrum, Kreisläufer Tim Klotz, verzichten. Was der mJSG-Rückraum jedoch nie zu nutzen wusste. Denn für den mittlerweile abgemeldeten (und später ausgewechselten) Pregler sprang niemand in die Bresche. David Kuntscher nicht, der nie ins Spiel fand, was auch für seinen Vertreter Marvin Haeske galt.

Auf der anderen Seite konnten sich die variablen Rückraumspieler Ole Klimpke und Jan Waldgenbach nach Herzenslust austoben, während Rechtsaußen Kevin Kunzendorf im Gegenstoß eine Bank war. Sie hatten ja im Abschluss auch keinen Druck angesichts der überragenden Torwartleistung, wie Trainer Weber mutmaßte. Dazu passte die Vorentscheidung nach 50 Minuten: Schlussmann Fischer pariert einen Siebenmeter von Julian Fuchs und Leon Franko erzielte im Gegenzug das 21:26.

Damit sind die Nordhessen in den letzten drei Spielen zum Siegen verdammt. Schon im kommenden bei Eintracht Hagen.

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