A-Jugend-Bundesliga

mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen hält dem Druck stand und freut sich auf Meisterrunde

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Effektvoller Dirigent des mJSG-Angriffs: Jona Rietze, zudem eine Stütze im Mittelblock der 6:0-Deckung.

Rhein-Neckar Löwen, Leipzig, Magdeburg, Flensburg und Hamburg statt erneut gegen Hanau, Hagen, Münster, Hüttenberg und Saarlouis: Das Erreichen der Meisterrunde um die Deutsche Handball-Meisterschaft der A-Jugend hat sich für die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen gelohnt.

Nichtsdestotrotz war die Vorrunde, die der heimische Bundesliga-Nachwuchs als Vierter der Staffel West hinter Dutenhofen/Münchholzhausen (3.), Gummersbach (2.) und Dormagen (1.) abschloss ein steiniger, beschwerlicher Weg. Und lehrreich dazu.

„Immer wenn‘s drauf ankam, hat die Mannschaft geliefert“, sagt Trainer Brede. Was angesichts der Tatsache, dass ihr Gerüst aus Spielern des jüngeren Jahrgangs besteht, keineswegs selbstverständlich war. Eine Frage der Physis, wenn die Gegner teilweise ein Jahr älter sind. Aber auch eine Frage des Kopfes, als es galt, den Übergang vom Triumphzug der B-Jugendlichen zum Deutschen Meistertitel in den Alltag der A-Jugend zu bewältigen. „Das ist uns nicht so leicht gefallen“, gesteht Rückraumspieler David Kuntscher.

Zum wackligen Start in die Vorrunde hat darüber hinaus die schwere Verletzung von Paul Kompenhans, der wohl im Januar wieder zur Mannschaft stößt, beigetragen. Dem noch souveränen 34:24 gegen Hüttenberg folgte eine unnötige 31:33-Niederlage in Dormagen (Brede: „Ein Spiel, was wir über weite Strecken bestimmt haben“) und ein 29:29-Remis in Gummersbach (nach Sieben-Tore-Rückstand und Vier-Tore-Vorsprung). Richtig eng wurde es nach der 25:29-Derbyniederlage gegen Dutenhofen/Münchholzhausen, als sich die Mannschaft ohne Trainer zusammen setzte und neu einschwor. In dem Bewusstsein, dass sie die letzten drei Spiele gewinnen musste, um sich für die Meisterrunde zu qualifizieren.

Kreativität und individuelle Stärke im Angriff

Ein großer Druck, dem die mJSG besonders in Hagen (37:36) und beim Bergischen HC (34:33) standhielt. Äußerst hilfreich dabei: ihre große Kreativität und individuelle Stärke im Angriff. „Wir haben in der Offensive immer Lösungen gefunden und das hat uns auch durch die Vorrunde getragen“, erklärt Björn Brede. Kein Zufall daher, dass die Nordhessen in den neun Spielen die meisten Tore erzielten (306).

Als mannschaftsinterner „Aufsteiger der Vorrunde“ entpuppte sich Jona Rietze. Der trat effektvoll aus dem Schatten von Paul Kompenhans, hatte die Zügel des Spiels seiner Mannschaft fest in der Hand, war bei seinen Übergängen an den Kreis stets torgefährlich. Und entpuppte sich darüberhinaus als Stütze im Mittelblock zusammen mit Ole Pregler.

Neuzugang Malvin Haeske schwamm sich nach (auch verletzungsbedingten) Anlaufproblemen frei, ermöglichte die Option mit zwei Linkshändern im Rückraum zu agieren, die der Konkurrenz einige Kopfschmerzen bereitete. Auch den großen Namen, die nun auf die mJSG warten?

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