A-Jugend-Bundesliga

mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen mit schweren Start in die Meisterrunde

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Spielt er oder spielt er nicht? Das ist bei Philip Ahouansou die Frage, Jungstar der Rhein-Neckar Löwen, auf dessen Wurfkraft sich die A-Jugend der mJSG möglicherweise einstellen muss.

Vorhang auf zur Meisterrunde in der A-Jugend-Bundesliga. Mittendrin: die Handballer der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen, die gleich am ersten Spieltag einen „dicken Brocken“ präsentiert bekommen.

Den Nachwuchs der Rhein-Neckar Löwen (Sa. 17.30 Uhr, Erich-Bamberger Stadthalle) nämlich, den mJSG-Trainer Brede zum engsten Favoritenkreis dieser trotzdem recht ausgeglichenen Gruppe 2 zählt. Nicht von ungefähr. Setzten sich doch die Gastgeber in der Vorrunde als Staffelsieger souverän durch und blieben dabei ungeschlagen (sieben Siege, zwei Remis). Noch aussagekräftiger ist die Tatsache, dass es sich bei den Junglöwen um den Vize-Meister der letzten Saison handelt, von dem neun Spieler übrig geblieben sind. Mit dem festen Vorsatz, das im Endspiel gegen Magdeburg knapp Verpasste nachzuholen.

Sie alle zeichnet eine außerordentlich starke Physis aus. „Darauf setzen wir“, betont Trainer Haase. Allein der Mittelblock plus die Halbspieler der 6:0-Deckung sind alle über 1,90m groß. Den Vogel schießt ein Ausnahmetalent ab, das der A-Lizenz-Inhaber in der Hinterhand hat. Den 18-jährigen Philip Ahouansou, der in der laufenden Saison nur in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kam, wo er als Torjäger erneut (nach 136 Treffern in der Spielzeit 18/19) für Furore sorgt.

Der Club hat sich die Dienste des 2,04 m-Riesen vertraglich bis 2024 gesichert, um den Rückraumspieler behutsam für das Bundesliga-Team aufzubauen. „Eigentlich soll er nur in der zweiten Mannschaft spielen, um ihn nicht zu verheizen“, sagt Daniel Haase. Womit offen bleibt, ob sein Jungstar gegen die Nordhessen aufläuft. Der Respekt vor den Gästen („Melsungen ist für mich ein Kandidat fürs Viertelfinale“) spricht dafür. Auch die Vermutung des RNL-Coaches, „dass diese große Herausforderung für uns durchaus schon wegweisend sein könnte.“

Abwehrbollwerk der Junglöwen

„Alles ist möglich“, stellt Björn Brede seine Schützlinge mit oder ohne Ahouansou auf eine „schwere Aufgabe“ ein. Der hat als sicheren Gefahrenherd Linkshänder Maximilian Hejny („Der hat einen knallharten Wurf und kann auch Durchbruchsituation schaffen“) und den spielfreudigen Spielmacher Lennart Cotic ausgemacht, der häufig den bulligen Kreisläufer Valentin Neagu sucht.

Außerdem gilt es, das Abwehrbollwerk der Junglöwen zu knacken, hinter dem der frischgebackene Jugendnationalspieler David Späth eine weitere, hohe Hürde ist. „Wir müssen es schaffen, den Mittelblock auseinander zu ziehen“, lautet Bredes Taktik. Also gut vorbereitete Abschlüsse über die Halbpositionen und über Außen.

Dass das machbar ist, wurde im Achtelfinal-Duell der beiden B-Jugendteams vor zwei Jahren deutlich, als die Nordhessen nach zwei umkämpften Spielen knapp ausschieden. Und dabei auch mit Philip Ahouansou das (zweifelhafte) Vergnügen hatten.

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