A-Jugend

mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen im Halbfinale an SG Flensburg/Handewitt gescheitert

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Bewies Moral: mJSG-Kreisläufer Nikita Pliuto, der insgesamt fünf Treffer erzielte. 

Im Halbfinale der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft musste der A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen die Segel streichen und schied nach zwei Niederlagen aus. 

Die Reise der A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen ist zu Ende, die Erfolgsgeschichte des heimischen Bundesliga-Nachwuchses unvollendet. Es fehlt nach ihrem wundersamen Triumphzug in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft das letzte Kapitel, das nun die SG Flensburg/Handewitt (gegen die Rhein-Neckar Löwen) schreiben wird, die letztlich eine Nummer zu groß war für die Brede-Schützlinge. Denn dem 35:32-Erfolg im Hinspiel ließen die Nordlichter vor heimischem Publikum einen souveränen 36:27 (19:14)-Erfolg folgen. „Zu einer Topleistung haben uns in der Summe ein paar Prozent gefehlt. Und die wäre unbedingt nötig gewesen, um diesen starken Gegner zu gefährden“, kommentierte Trainer Brede das „Aus“.

Trotzdem. Es gab diesen Hoffnungsschimmer, diesen Moment, der die 50 mitgereisten Fans aus Nordhessen noch an die Überraschung glauben ließ. Als nämlich Jan Dobriczikowski und Julian Fuchs nach 12 Minuten die Gäste mit 6:5 in Führung brachten. Damit hatte die mJSG die erwartete Flensburger Anfangsoffensive scheinbar schadlos überstanden, schien mit ihrer kompakten 6:0-Deckung und zwei Kreisläufern in der zweiten Welle auf dem richtigen Weg, wobei auch Torwart Eggert sofort hellwach war. Seine Paraden beantworteten seine Vorderleute mit klug und geduldig heraus gespielten Toren.

Ein kurzer Hoffnungsschimmer

Ein kurzes Vergnügen. Denn was der mJSG-Schlussmann konnte, konnte Kollege Jepsen auch. Sogar noch besser. Flensburgs Torwart kaufte danach insbesondere dem Gäste-Rückraum den Schneid ab. Ole Pregler und Tomas Piroch mühten sich vergeblich, während die SG eiskalt ihre Chancen nutzte. Das galt auch für Kapitän Gruber. Der konnte zwar auf 9:8 verkürzen (19.), scheiterte dann aber freistehend an Johannes Heymo Jepsen, so das Leon Kirschberger und Lars Kooij auf 11:8 erhöhten (21.).

Dann drehte auch noch der bis dahin ganz gut in Schach gehaltene Versteijnen auf. Viermal bis zum 16:11 (26.). Als dem Torjäger eine Manndeckung drohte, nahm ihn Trainer Michael Jacobsen einfach vom Feld. Und Jörn Persson trat auf den Plan. Mit zwei Toren in Unterzahl zum 19:13 (29.).

Flensburgs Halblinken konnte nach dem Wechsel auch „Indianer“ Fuchs nicht aufhalten. Ebenso wenig ließ Johannes Haymo Jepsen nach. Nachdem er Linkshänder Piroch einen weiteren Ball weg genommen hatten, „erlöste“ Björn Brede den Tschechen und brachte David Kuntscher. Da hatte allerdings Marek Nissen schon auf 22:14 (36.) erhöht - die Vorentscheidung.

Allerdings kein Grund zu verzagen. Zwei Treffer von Mikulas Cejka (in Unterzahl) und Julian Fuchs (in Überzahl) brachten die mJSG auf 24:18 heran (42.), ehe nach Versteijnens Treffer zum 26:18 doch noch größeres Ungemach drohte. Also diente Bredes Auszeit allein der Schadensbegrenzung (45.).

Die gelang. „Wie haben nie die Köpfe hängen lassen“, betonte Nikita Pliuto. Der Kreisläufer, der in der Schlussphase noch mal mit drei Treffern aufdrehte. Das war mehr als Ergebniskosmetik und offenbarte die Mentalität einer Mannschaft, die das Halbfinale als großen Erfolg verbuchen kann. „Das war alles andere als selbstverständlich“, stellte der mJSG-Coach nicht ohne Stolz fest.

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