Schwalmstadts Trainer Keim will Alzenau solange wie möglich die Null halten - Brauroths Einsatz fraglich

Der Abschied von der Hessenliga

Gibt ein letztes Mal Anweisungen beim 1. FC Schwalmstadt: Trainer Christoph Keim hört nach der Saison auf. Am Samstag ist Bayern Alzenau zu Gast. Foto: Kasiewicz

Schwalmstadt. Noch 90 Minuten, dann ist die Saison vorbei für die Hessenliga-Fußballer vom 1. FC Schwalmstadt. Zu Gast am Samstag um 15 Uhr (Ziegenhain) ist der FC Bayern Alzenau.

Der Tabellenvierte aus Oberfranken hat nur noch theoretisch Chancen auf die Aufstiegsrelegation. Der Tabellenzweite TSV Lehnerz braucht bei Absteiger Darmstadt nur einen Punkt. Trotzdem gilt Alzenau als eine der positivsten Überraschungen der Saison. Der Kader hat einen Altersschnitt von gerade mal 21 Jahren. Die Mannschaft von Trainer Jochen Seitz glänzt mit Tempofußball und starken Individualisten. Von denen einer, Stürmer Niklas Kallina (17 Spiele, elf Tore) rotgesperrt fehlen wird. Seitz gibt sich vor dem Spiel bescheiden: „Mit einem 1:0 wäre ich schon zufrieden“, sagt Seitz.

Das wäre zumindest für das Schwalmstädter Torverhältnis gut. 95 Tore kassierte die Mannschaft bislang in 31 Spielen. Auf gar keinen Fall soll die dreistellige Zahl erreicht werden. „Wir bleiben zweistellig“, ist sich FC-Trainer Christoph Keim sicher. Der Übungsleiter ist, genauso wie seine Mannschaft, froh, dass die Saison nach dem Spiel endlich vorbei ist. „Danach gilt es erstmal durch zu schnaufen“, so Keim, der so lange wie möglich die Null im letzten Heimspiel halten will. Der Verein wollte das Spiel eigentlich vorverlegen. „Wegen dem Finale in der Bundesliga werden bestimmt noch weniger Zuschauer kommen“, sagt Keim, der mit dem Hamburger SV sympathisiert. „Gegen Alzenau wollen wir noch mal alles in die Wagschale werfen, was geht“, fordert Keim einen letzten engagierten und konzentrierten Auftritt seiner Elf.

Fehlen wird ihm weiterhin Steven Preuss. Hinter dem Einsatz von Timo Brauroth (Beruf) steht noch ein Fragezeichen. Ein wenig Wehmut kommt bei Keim auf, wenn er den Saisonverlauf seiner Mannschaft mit den zahlreichen Niederlagen betrachtet. „Uns wurde von vielen Kontrahenten attestiert, dass uns nur ein richtiger Knipser im Sturm gefehlt hat“, sagt Keim. Dann wäre es vielleicht noch an diesem Samstag um den Klassenverbleib in der Hessenliga gegangen.

Von Daniel Schneider

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