Abschied steht bevor

Nach 0:5 in Petersberg ist MFV-Ligaverbleib unwahrscheinlich

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Enttäuschung nach Abpfiff: Marvin Haas (unten) und Boris Bajic verharren nachdenklich nach dem Spiel gegen den RSV Petersberg auf dem Rasen.

Petersberg. Als der Schlusspfiff ertönte, brandete lauter Jubel auf. Es war nicht der Freudenschrei des Fußball-Verbandsligisten Melsunger FV.

Feiern durfte der RSV Petersberg, der mit 5:0 (2:0) den Abstieg des MFV so gut wie besiegelte und sich selbst aller Abstiegssorgen entledigte. Tief enttäuscht versanken die Schützlinge von Trainer Hubert Schramowski auf dem Spielfeld und verharrten dort minutenlang.

Zwar sind die Chancen äußerst gering (siehe Hintergrund), aber theoretisch ist der Klassenerhalt noch drin. „Heute kann ich daran aber nicht glauben“, sagte der Melsunger Coach nach der Partie. Sein Kollege strahlte nach dem Klassenerhalt seiner Mannschaft. „Mit diesem Sieg haben wir es geschafft“, freute sich Rolf Gollin. Trotzdem: So eindeutig, wie das Ergebnis scheint, war es nicht.

Gleich zu Beginn der Partie wurde der MFV eiskalt erwischt. Wenige Sekunden nach dem Anpfiff überrumpelte RSV-Torjäger Kubilay Kücükler die Gäste-Abwehr und lief völlig frei auf das Tor von Sascha Beetz zu. Den Schuss konnte der Torhüter noch abwehren, den Abpraller verwandelte Adrian von Pazatka-Lipinski zur frühen Führung (1.). Melsungen geriet in der Folge weiter unter Druck. Der stark aufspielende Gastgeber kettete sich regelrecht fest am Strafraum. „Wir waren nach dem frühen Rückstand irritiert und kamen erst nach einer Viertelstunde ins Spiel“, erklärte Mittelfeldstrategie Boris Bajic.

Dann sorgten vor allem Kevin Hermansa und der früh eingewechselte Alexander Schmidt (kam in der 19. Minute für Niklas Rading) für Entlastung. Nach Zuspiel von Hendrik Schmidt und Christoph Grunewald sorgte Hermansa auf der rechten Außenbahn für Gefahr. Doch zu selten gelang ein Schuss aufs Tor. Im Gegenteil: Mit einem fabelhaften Schuss aus 19 Metern erhöhte Boris Aschenbrücker auf 2:0.

Nach der Pause kamen die Melsunger wacher aufs Feld. Und versuchten, das Ruder noch umzureißen, doch gefährlich in den Strafraum kam der MFV nicht. Zu stark war die Viererkette des RSV. In der 64. Minute folgte die Vorentscheidung: Adrian von Pazatka-Lipinski überwand Torhüter Beetz an der Strafraumgrenze und traf zum 3:0.

„Danach waren wir geschlagen. Wir hätten vorher zwingender sein müssen“, sagte Hubert Schramowski. Und so konnte der Tabellenzehnte einen Gang runter schalten. Das 5:0 von Boris Aschenbrücker war der Schlusspunkt (86.). So taumeln die Bartenwetzer dem Abstieg entgegen. Dieser kann ausgerechnet im kommenden Derby gegen Schwalmstadt (So.) besiegelt werden.

MFV: Beetz – Raabe (46. Germeroth), H. Schmidt, Dobler Eggers (69. Lange), Rading (19. A. Schmidt) – Haas, Bajic, Grunewald, Hermansa – Kilian, Krug.

Tore: 0:1 von P.-Lipinski (1.), 0:2 Aschenbrucker (33.), 0:3 von P.-Lipinski (64.), 0:4 Wingenfeld (77.), 0:5 Aschenbrücker (86.)

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