Zwischenbilanz:

Abstiegskampf in der Fußball-Verbandsliga: Mehr Fitness ist beim FC Körle gefragt

Aufsteigende Form: Sefa Cetinkaya (l., hier bedrängt von Sands Steffen Bernhardt) hat sich zum Hoffnungsträger des FC Körle aufgeschwungen.
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Aufsteigende Form: Sefa Cetinkaya (l., hier bedrängt von Sands Steffen Bernhardt) hat sich zum Hoffnungsträger des FC Körle aufgeschwungen.

Das zweite Jahr in einer neuen Spielklasse gilt gemeinhin als das schwierigere. Dumm nur, wenn es bereits im ersten Jahr zu nicht mehr als dem vorletzten Platz gereicht hat. Den Letzten belegt der FC Körle nun zur Winterpause in der Fußball-Verbandsliga.

Körle – Dabei will sich das Team von Trainer Eugen Wagner diesmal sportlich den Klassenerhalt sichern, der im Gegensatz zur vergangenen abgebrochenen Runde am Ende dieser Serie nicht mehr jeder Mannschaft geschenkt werden wird. „Noch sind wir nicht an dem Punkt, wo wir Fußballtennis spielen müssen, um Spaß im Training zu haben“, nimmt es Coach Wagner mit Galgenhumor.

Und meint es ungleich ernster, woran die Akteure und der Verein ansetzen müssen: Professionalität. Weil die Verbandsliga mit mehr Aufwand verbunden ist. Weil privat zurückzustecken dazu gehört. Weil im Vergleich zu den Ligen darunter nicht mehr nur Fußballer gefragt sind, sondern mehr noch Sportler. Als Athleten, die sich auch ohne Ball gerne bewegen. An der Fitness arbeiten, um gelenkiger, ausdauernder und vor allem weniger anfällig für Verletzungen zu werden.

Nur Mustafa Özata konnte immer spielen

Lediglich Mittelfeldspieler Mustafa Özata konnte in allen elf Partien eingesetzt werden. Jeder andere fehlt mal privat, mal angeschlagen oder fiel wie Sturm-Hoffnung Nils Schöneberg bis auf 60 Minuten am ersten Spieltag komplett aus. Da konnten Führungsspieler Luis Taube (Rippe/Oberschenkel) und der neue Routinier Vyacheslav Petrukhin (Zerrung/muskuläre Probleme) nur bedingt helfen und stellten sich teilweise ohne Training in den Dienst der Mannschaft.

Durchaus frustrierend für Trainer Wagner, der ganz andere Pläne hatte. Nämlich es angriffslustig im 3-4-3-System zu wagen. Doch neben Schöneberg standen auch Neuzugang Karim Kouay, der langjährige Torjäger Thomas Melnarowicz und Dennis Alberding jeweils nur gut in der Hälfte der Spiele zur Verfügung. Klägliche Ausbeute des Quartetts und sämtlicher Talente, die Druck ausüben sollten: zwei. Nur zwei Treffer, die Alberding beim 3:3 gegen die SG Hombressen/Udenhausen gelangen.

Lukas Greiner und Sefa Cetinkaya als Lichtblicke

„Das Spiel gegen Hombressen hat mich total fertiggemacht. Das hätte ein Wendepunkt werden können“, blickt Wagner auf das unnötige Remis nach 3:0-Führung zurück. Somit sind Gewinner der Runde beim FCK rar gesät. Lukas Greiner etwa, der sich als Noch-A-Jugendlicher, der tatsächlich auch noch A-Jugend spielt, auf Anhieb einen Platz im zentralen Mittelfeld erkämpfte oder Sefa Cetinkaya. Der Ex-Homberger, dem in den jüngsten sieben Partien vier Tore gelangen. Zwei davon beim 2:0 in Thalau, dem einzigen Saisonsieg. „Sefa hat an der Arbeit sogar Schichten getauscht, um trainieren zu können“, lobt sein Trainer dessen Entwicklung.

Ein Vorbild, an dem sich der Rest des Teams orientieren sollte. Denn nicht nur der Wagner weiß, dass die Testphase abgeschlossen sein muss, wenn es 2021 wieder losgeht. „Die Jungs wissen jetzt, worauf es ankommt. Ich will in allen Bereichen mehr Entschlossenheit sehen“, betont der 36-Jährige, der mit einer Rückkehr auf den Platz liebäugelt und schon beschwerdefrei für die zweite Mannschaft spielte. Und die Hoffnung nicht aufgeben mag, dass dem zweiten Jahr Körles in der Verbandsliga ein drittes folgen kann. (sbs)

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