Cojocar-Team wieder Spitzenreiter

Abwehr-Gala des SV Germania Fritzlar beim 25:21 gegen TSG Eddersheim

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Glückselig: (von links) Lena Dietrich, Janina Dreyer, Luisa Krüger, Bibiana Huck, Esther Lieber und Annamaria Puda feierten den 25:21-Erfolg im Spitzenspiel gegen die TSG Eddersheim gebührend und sind mit dem SV Germania Fritzlar nun wieder Drittliga-Spitzenreiter. 

Das war schlichtweg fantastisch. Eine Meisterleistung im Spitzenspiel. Anschauungsunterricht an Abwehrarbeit. Belohnt mit einem frenetisch bejubelten 25:21 (10:12)-Sieg gegen den bisherigen Tabellenführer TSG Eddersheim.

Die im Resultat exakte Bestätigung des Hinspielerfolgs, durch den die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar in der 3. Liga Ost den ersten Platz zurückerobert haben. „Mit jeder gelungenen Aktion in der Deckung haben wir uns weiter gepusht. Das hat ziemlich viel Spaß gemacht und gibt uns Selbstvertrauen für die restlichen sieben Spiele“, erklärte Esther Lieber. 

Fritzlars Kapitänin bildete zusammen mit Janina Dreyer im Mittelblock und der erneut überragenden Vanessa Maier im Tor das Herzstück eines kollektiv überzeugenden Teams. Da hatte SVG-Coach Lucky Cojocar schon im Training ein „Kribbeln gespürt“, dass es seine Mannschaft deutlich besser machen möchte als beim 19:27 in Nidda.

Keine Spur also von Pause oder gar Müdigkeit, ob nur sieben eingesetzter Feldspielerinnen. Da zeigte die reaktivierte Kreisläuferin Lorena Lorenz, dass sie es noch drauf hat, und da unterstrich Anamaria Puda, dass ihre Tage im Landesliga-Kader gezählt sein dürften. Die 19-Jährige spielte unbekümmert auf, wirkte, als hätte sie schon einige (Spitzen-)spiele auf dem Buckel, und passte sich dem hohen Niveau ihrer Nebenleute an. „Sie ist voll da und hat ihre Aufgabe super gelöst“, lobte Lieber die Rückraumspielerin, die gut verteidigte und auch im Angriff wirkungsvoll agierte. Nicht von ungefähr landete ihr erster Wurf ansatzlos und frech zum 6:7 im Netz (21.).

Eddersheim wirft nur 12 Tore aus dem Spiel

Das war wichtig, weil die Gäste nichts unversucht ließen, Revanche fürs Hinspiel zu üben. In den ersten 38 Minuten legte Eddersheim stets eine Führung vor. Teilweise mit drei Toren Vorsprung. Jedoch nur aus der Nahwurfzone und per Strafwurf. Deren elf verteilten die schwachen Unparteiischen an die Gäste. Nur ein Dutzend Tore gelang dem besten Angriff der Liga aus dem Spiel heraus. „Wir wussten, dass es ein Vergleich der Systeme wird. Abwehr gegen Angriff. Und wir haben unser System nicht durchgebracht“, betonte TSG-Coach Tobias Fischer, der die „verdiente Niederlage“ als Lerneffekt abhakte.

Denn mit zunehmender Spielzeit zermürbte jede Attacke von Vorkämpferin Luisa Krüger, jede weitere Parade von Maier und jeder Treffer auf der Gegenseite die Moral Eddersheims. Und Fritzlar belohnte sich sehenswert nach der ersten Führung zum 14:13 (39., Lieber) – und gab sie nicht mehr her. Eine Augenweide das Solo in Unterzahl von Lieber zum 15:13 (41.), eiskalt der verwandelte Gegenstoß Lena Dietrichs nach einer Harpune von Maier zum 22:19 (51.) und krachend das 24:20 von Dreyer in den Knick (56.).

Siebenmeter-Parade als I-Tüpfelchen

Nur eine hatte noch nicht genug. Vanessa Maier, die ebenso wie Lea Gürbig lange kein Mittel gegen die sicheren Siebenmeter von Hanna Özer fand. Die ersten acht Versuche der Führenden der Torschützenliste waren drin. Nummer neun ging vom Fuß Maiers an den Pfosten – und raus (57.). Das war der Sieg. „Unsere Abwehr stand wie eine Eins. Einfach perfekt“, frohlockte Cojocar.

Fritzlar:Maier (19 P./18 GT), Gürbig (0/3) - Dietrich 3, Huck 5/1, Lorenz, Nepolsky, Lieber 9/1, Puda 2, Dreyer 2, Krüger 4.

Eddersheim: Priester (6/17), Brennigke (3/8) - Hilbig 1, Özer 9/8, Brocke 1, Flebbe, Gempp, Müller 2, König 2/1, Krämer, Feick 1, Thoß 5.

SR:Sakovski/Schneider. 

Z:400.

Siebenmeter: 2/3:9/11.

Zeitstrafen:6:2-Minuten.

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