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Achterbahnfahrt für Homberg und Besse beim 2:2: Ein Spiel, zwei Plätze

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Von: Sebastian Schmidt

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Das 2:1 ist unterwegs: Hombergs Nico Brandt trifft hier sehenswert. Die Besser David Huy (l.) und Santigie Sesay (r.) können nur staunend hinterherschauen.
Das 2:1 ist unterwegs: Hombergs Nico Brandt trifft hier sehenswert. Die Besser David Huy (l.) und Santigie Sesay (r.) können nur staunend hinterherschauen. © Richard Kasiewicz

Wohl dem, der über einen Kunstrasenplatz verfügt. Denn ohne Ausweichmöglichkeit hätte das Derby der Fußball-Gruppenliga zwischen dem FC Homberg und dem TSV Besse wegen Dunkelheit abgebrochen werden müssen. Der Grund: Das Flutlicht fiel zur Pause im Stellbergstadion aus. Die Lösung: Schuhe wechseln.

Homberg – Und 200 Zuschauer bekamen nebenan auf neuem Untergrund beim 2:2 (0:1) einiges geboten. „Über 35 Minuten war das unsere stärkste Saisonleistung“, lobte FC-Trainer Florian Seitz sein Team, das zu Beginn in beiden Halbzeiten klar den Ton angab. Sich aber im Kellerduell zunächst nicht belohnte, weil eine Flanke von Hannes Seitz ihr Ziel verfehlte (7.), Nico Brandt eine Hereingabe von Leon Vollmer verpasste (14.) und ein mutiger Vorstoß von Marvin Schmidt erfolglos blieb (17.).

Und Besse? Haderte nicht damit, dass ihnen nach einer unglücklichen Aktion von Torwart Hans-Jürgen Hypscher an David Huy ein Strafstoß verwehrt wurde (20.), sondern schlug eiskalt zu. Nach einem Einwurf verschob der FC schlecht, Sven Pape verlagerte geschickt und Dennis Kornetzki bewies auch mit 42 Jahren noch seine Torjägerqualitäten (25.). Somit zahlte sich die Umstellung der Gäste von 4:4:2 auf 4:5:1 aus. Besse hatte nun im Mittelfeld mehr Zugriff.

Brandt schnürt Doppelpack

Doch kaum im Rhythmus, fiel das Flutlicht aus. Und auf dem kleineren, engeren Platz oberhalb des Stadions ging das dritte Viertel des packenden Derbys zweier Teams mit Rückwind wieder an den FC. Mit einem Lattenkracher setzte Nick Körber ein erstes Ausrufezeichen (46.). Dem Nico Brandt einen Doppelschlag zum 2:1 folgen ließ (52., 54.). Den Weg zum 1:1 ebnete Pascal Kehr. Den zweiten Streich auch Schiedsrichter Florian Carls, der klug nach einem Foulspiel an Hannes Seitz auf Vorteil entschied, so dass es Brandt zur Führung krachen lassen konnte.

„Da hatten wir eine super Energie auf dem Platz, mussten nach dieser intensiven Phase aber kurz durchatmen“, sagte Trainer Seitz. Das nutze Besse aus, um auch auf dem neuen Platz anzukommen. Und erneut konnte sich der Aufsteiger an Serghei Umanet erfreuen. „Serghei spielt sehr erfrischend und ist torgefährlich“, lobte Trainer Andreas Wenderoth die Verstärkung aus Moldawien. Nach seinem Doppelpack beim 3:1-Coup gegen Eintracht Baunatal köpfte Umanet eine Flanke von Santigie Sesay zum 2:2 ein (60.). Was die Homberger ebenso schockte wie der Rückstand zu Beginn. Doch dabei beließ es der TSV und konnte mit dem leistungsgerechten Remis etwas besser leben als die Kreisstädter, die Tabellenletzter bleiben. (Sebastian Schmidt)

Die Aufstellungen:

Homberg: Hypscher - Vollmer, Depperschmidt, Unbehaun, Keller - H. Seitz, Graf (78. Klaus), Kehr (70. Gerber), Körber -Schmidt, Brandt.

Besse: Finke - Sesay, Lengemann (62. Nißalla), Kuntze, Abel - Huy, Pape, Umanet, Fischer (81. Leipe) - Kornetzki (89. Globisch), Bawuah.

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