Verbandsliga-Aufsteiger feiert ersten Sieg

Ärger über Fehlentscheidung macht bei der FSG Gudensberg Kräfte frei

Treffsicher: Gudensbergs Doppel-Torschütze Andrej Lang.
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Treffsicher: Gudensbergs Doppel-Torschütze Andrej Lang.

Nein, Fußball ist nicht mmer logisch. Da erzielt die FSG Gudensberg in ihrem ersten Verbandsliga-Auswärtsspiel bei der TSG Sandershausen durch einen von Andrej Lang verwandelten Foulelfmeter nach 16 Minuten die Führung und was sagt der Trainer: „Dieses Tor war nicht gut für uns.“ Und als seine Mannen unmittelbar nach der Pause das 1:1 - ein Strafstoß, der keiner war - kassieren, interpretiert Andre Fröhlich diese Fehlentscheidung als „Weckruf“ für seine Mannschaft. Denn: „Danach haben wir Charakter und eine tolle Reaktion gezeigt.“ Die wiederum in einen 3:1 (1:0)-Erfolg des Aufsteigers mündete - im zweiten Spiel der viel umjubelte erste Saisonsieg.

Sandershausen - Besonders verärgert und danach umso motivierter war Julian Lauterbach. Der Defensivmann soll Emre Bicer im Strafraum gefoult haben, hatte aber in Wirklichkeit den TSG-Angreifer völlig fair vom Ball getrennt. Erst reklamierte der Innenverteidiger, dann krempelte er die Ärmel hoch „Das hat uns einen Extra-Kick gegeben“, beschrieb der 24-Jährige seine Trotzreaktion und die seiner Elf.

Die legte endlich die Zurückhaltung der ersten Hälfte ab, setzte konsequent die Flügel ein, wo Nico Döring ein ums andere Mal seinen Gegenspielern davonlief. Wie in der 63. Minute, als seinem tollen Solo der krönende Abschluss verwehrt blieb.

Als dann auch noch Torwart Christoph Herbst patzte, war‘s um die ersatzgeschwächten Niestetaler geschehen. Nach einer Ecke griff er daneben und Christian Dobler-Eggers war mit dem Kopf zur Stelle (68.).

Nun war der Neuling nicht mehr zu halten, setzte nach, statt den Vorsprung zu verwalten - und hatte einen Kunstschützen in seinen Reihen. Andrej Lang nämlich, der eigentlich Tom Siebert bedienen wollte, dann aber, als sein Pass nicht ankam, im zweiten Anlauf aus 20 Meter Maß nahm - 1:3 (71.). „Das war mein Tag heute“, freute sich der überragende Mittelfeldspieler über seine beiden Tore.

Danach ließ der Gast nichts mehr anbrennen, brannte aber selbst noch. Auch Angreifer Siebert hatte die Handbremse längst gelöst, legte nach einem schönen Alleingang für Sturmpartner Döring auf, der aber aus vollem Lauf zu hoch zielte (81.).

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