Erfolgreich mit Zella/Loshausen

Alexander Schwalm ist ein Ballkünstler mit Kämpferherz

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Wieder erfolgreich am Ball: Alexander Schwalm von der Spvgg. Zella/Loshausen. 

Zella. Ein Blick auf die Facebook-Seite der Spvgg. Zella/Loshausen lohnt. Online hat Hessens älteste Spielvereinigung mehr zu bieten als die meisten Fußball-Kreisligisten.

Etwa einen traumhaften Freistoßtreffer von Alexander Schwalm aus der Partie gegen die SG Beisetal. Ruhende Bälle sind die Spezialität des 29-Jährigen. Insgesamt kommt der trickreiche Angreifer auf 17 Treffer aus 11 Partien. „Die Quote ist super, aber Priorität hat für mich meine Gesundheit. Ich freue mich einfach, dass ich fit bin und in einer tollen Mannschaft spielen kann“, sagt Schwalm demütig. Die Bescheidenheit des hochveranlagten Kickers liegt an einer Leidenszeit, die seinesgleichen sucht.

Schicksalsschläge begannen 2008

Die Schicksalsschläge des Schwälmers begannen 2008 in der A-Jugend. Er war damals Kapitän des Oberligateams des 1. FC Schwalmstadt. Also der Taktgeber vieler Top-Talente, von denen sich u.a. Steffen Klitsch (KSV Baunatal, Regionalliga), Andre Meier und Dominik Pretz (Schwalmstadt, Hessenliga) höherklassig erprobten. Wegen eines Arbeitsunfalls musste der Angreifer ein halbes Jahr pausieren. Trotzdem wagte er in der folgenden Seniorensaison den Schritt zum Hessenligisten Eintracht Stadtallendorf.

Nach einer Halbserie zog es Schwalm jedoch zurück zu seinem Heimatverein nach Zella. Auch dort blieb ihm das Pech treu: Gleich zwei Kreuzbandrisse im linken Knie zog er sich in seiner ersten Zeit bei der Spielvereinigung zu. An Fußball war eigentlich nicht mehr zu denken. 2015 dann der Neuanfang als Spielertrainer beim TuSpo Röllshausen, der durch einen Schlüsselbeinbruch jäh gestoppt wurde. Danach konzentrierte sich der Teamleiter zwei Jahre auf seinen Beruf.

Bis der Fußballfachwart der Spielvereinigung, Tobias Ratajczak, ins Spiel kam. „Wir wollten uns verstärken, um den Aufstieg in Angriff zu nehmen. Alexander hat in unseren Planungen eine große Rolle gespielt“, erklärt Ratajczak, der ihn gemeinsam mit Trainer Christian Miletzki von einer erneuten Rückkehr überzeugen konnte.

Schwester Viktoria ist Profi

Ab da war das Kämpferherz des großen Bruders von Profifußballerin Viktoria Schwalm (Turbine Potsdam) wieder geweckt. Er stellte seine Ernährung um, quälte sich in der Vorbereitung, um seinen Fitnessrückstand aufzuholen. Mit Erfolg. Von Anfang an ging er als Leistungsträger voran. Sogar ein Fünferpack im letzten Spiel beim 8:1 gegen Beisetal gelang Alexander Schwalm. „Ich will noch einmal höherklassig spielen. Am liebsten mit meinem Heimatverein“, verdeutlicht der Ballkünstler. Und schickt sich an, neun Jahre Leidenszeit sportlich zu meistern.

Hintergrund

Die Spvgg. Zella/Loshausen dominiert die Kreisliga A 2 bei 12 Siegen aus 13 Spielen (Torverhältnis 61:10) nach Belieben. Der Kreisoberliga-Aufstieg scheint für Hessens älteste Spielvereinigung aufgrund des Acht-Punkte-Vorsprungs auf den Zweiten SV Niedergrenzebach bei sogar einer Partie weniger nur noch Formsache. Großen Anteil daran hat das brandgefährliche Offensivtrio der Kleeblätter. Außenstürmer Patrick Friedrich (18 Tore), Ex-Hessenliga-Spieler Philipp Kloske (11, zuvor u.a. Eintracht Stadtallendorf und 1. FC Schwalmstadt) und eben Alexander Schwalm, der schon 17-mal traf. 

Damit hat das magische Dreieck Zella/Loshausens allein mehr getroffen als jeder andere heimische Kreisligist. Doch das ist längst nicht alles: Mit dem gruppenliga-erprobten Sergej Lichonin stürmt für das Team um die Spielertrainer Christian Miletzki und Kloske noch ein Top-Angreifer, dem acht Tore gelungen sind.

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