Fußball:

Auffälligkeiten des ersten Spieltags im Schwalm-Eder-Kreis: Top-Einstände und Ansagen

Muskelspiele: Chattengau/Metzes Kristian Sulinski (l.) und die FSG haben sich gegen Leonard Finke und den TuSpo Guxhagen behauptet.
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Muskelspiele: Chattengau/Metzes Kristian Sulinski (l.) und die FSG haben sich gegen Leonard Finke und den TuSpo Guxhagen behauptet.

Der Fußball ist zurück. Endlich auch wieder in allen Klassen in unserer Region. Und damit besondere Geschichten, die auch nach den 90 Minuten noch für Gesprächsstoff sorgen.

Schwalm-Eder – Hier unsere Auffälligkeiten vom Wochenende:

Traum-Einstand

Johannes Müller wurde hochklassig ausgebildet. Bei der TSG Wieseck, beim KSV Hessen Kassel, beim SC Paderborn. In der Saison 2020/21 zählte er zum Regionalliga-Kader Stadtallendorfs, wurde von Coach Dragan Sicaja aber nicht eingesetzt. Dafür bereichert der 20-Jährige nun den mit etlichen überdurchschnittlich veranlagten Kickern gespickten Kader des TSV Mengsberg. Beim 6:0-Kantersieg zum Gruppenliga-Auftakt gegen den TuSpo Mengeringhausen unterstrich Müller, dass er neben aller Flexibilität defensiv wie offensiv Qualität mitbringt.

Zum 4:0 nutzte er einen Abstimmungsfehler des Gegners (69.), um nach einem langen Abschlag von Schlussmann Sacir Nikocevic in seinem ersten Spiel für den TSV gleich einen Doppelpack zu schnüren (73.). Dieser Traum-Einstand für den Wieraer freut auch dessen Zwillingsbruder Sebastian, der selbst extrem unglücklich in seine zweite Saison als Profi gestartet ist. Erst wurde der Stürmer von Bundesligist Bielefeld nach Braunschweig verliehen. Dann verletzte er sich bei seinem Drittliga-Debüt für die Eintracht gegen den HSV am Knie und droht monatelang auszufallen.

Torjäger im Tor

Dennis Baumgartl hat sich mit 84 Treffern für Blau-Weiß Ascherode seit 2013 zu einem der torgefährlichsten Stürmer der Kreisliga B 3 gemausert. Und soll in dieser Saison mithelfen, dass die FSG Borken/Singlis/Freudenthal den Sprung in die A-Liga packt. Der Auftakt für Neuzugang Baumgartl und den ehemaligen Landesligisten hätte kaum besser laufen können. Der neue Spielertrainer Rouven Balamagi verwandelte in der zweiten Minute einen Freistoß und als Baumgartl sein erstes Tor für die FSG erzielte, hieß es in Lohre beim FV Felsberg II nach 24 Minuten schon 4:0.

Doch beim Stand von 5:2 war guter Rat teuer. Als sich Torhüter Andre Brandt verletzte, musste mangels Alternative ein Feldspieler ins Tor. Dennis Baumgartl war sich dafür nicht zu schade. Somit endete seine Premiere mit einem Treffer für ihn, aber ohne Gegentor. Als I-Tüpfelchen traf Sturmpartner Matthias Michel wie er will. Und setzte sich mit vier Buden an die Spitze der Torschützenliste.

Auswärts-Ansage

Eine der spannendsten heimischen Klassen dürfte die A 1 werden, in der die halbe Liga mit dem Aufstieg liebäugelt. Zum Auftakt beschnupperten sich der TuSpo Guxhagen und die FSG Chattengau/Metze, die beide zu den heißesten Eisen zählen. „An die starken Leistungen der letzten Saison anknüpfen und die junge Mannschaft weiterentwickeln“, lautet das offizielle Saisonziel Chattengau/Metzes. Und das Team von Trainer Hans-Günther Kempf setzte gleich ein Ausrufezeichen. Dank herausragender Effektivität führten Doppeltorschütze Maurizio Tari und Oliver Kotula per Freistoß die FSG zum 3:2 in Guxhagen.

Langeweile droht

Das Kontrastprogramm zur A 1 bietet die A 2. Zwar haben sie auch in Asterode, Christerode, Olberode, Niedergrenzebach, Obergrenzebach und Leimsfeld gute Kicker, die gerne in der Kreisoberliga spielen würden. Jedoch gibt es keine Zweifel an der Favoritenrolle des VfB Schrecksbach. Der war schon vergangene Saison nur durch den Saisonabbruch zu stoppen. Zum Auftakt musste nun die SG Neuental/Jesberg II die Dominanz des VfB neidlos anerkennen. Mit 8:0 schlug Schrecksbach die Gruppenliga-Reserve. Und ist mittlerweile derart stark besetzt, dass Kevin Quehl, der als Leistungsträger aus Mengsberg kam, nur eingewechselt wurde – aber auch er traf.

Schwälmer Schule

Sebastian Schmeer ist der begabteste Linksfuß der letzten zwei Jahrzehnte aus der Schwalm. 2008 verließ er den 1. FC Schwalmstadt, traf anschließend vor allem für Wehen Wiesbaden II und Hessen Kassel in der Regionalliga. Nun ist er zurück beim Hessenligisten KSV Baunatal, für den er in der Saison 2011/12 in 27 Treffer erzielte. Zum Auftakt Baunatals in Steinbach, bei dem der Ex-Waberner Emin Dag 90 Minuten auf der Bank saß und Kim Sippel nicht im Kader stand, sah es lange nach einem torlosen Remis aus. Bis zur 89. Minute.

Dann narrte Schmeer zwei Gegenspieler und schloss mit einem satten Schuss zum 1:0 ab. „Basti hat den Unterschied ausgemacht“, lobte Coach Tobias Nebe. Und durfte sich sogar noch über den Treffer zum 2:0 freuen, der mit Hüseyin Cakmak einem zweiten Neuzugang gelang. (Sebastian Schmidt)

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