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Auffälligkeiten im Fußball-Kreis Schwalm-Eder: Helfers-Team triumphiert spät

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Von: Sebastian Schmidt

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Durchgezogen: Torschütze Lars Ostheim ist hier vor Mathias Siebert am Ball und landete mit der SG Fuldalöwen/Beisetal einen wichtigen Sieg.
Durchgezogen: Torschütze Lars Ostheim ist hier vor Mathias Siebert am Ball und landete mit der SG Fuldalöwen/Beisetal einen wichtigen Sieg. © Richard Kasiewicz

Es war ein Spieltag der späten Tore. Nicht weniger als ein halbes Dutzend Treffer sind in den heimischen Fußball-Kreisligen A und B erst in der Nachspielzeit gefallen. Verrückte Wendungen inklusive.

Schwalm-Eder – Wer durch einen Schlussspurt noch einen wichtigen Sieg landete, wer weiterhin auf einen Erfolg warten muss und welcher Trainer selbst den Unterschied ausmachte: Das verraten wir in unseren Auffälligkeiten des Spieltags.

Kunz kann es noch

Christian Kunz zählt zu den treuen Seelen auf den heimischen Plätzen. Bis 2021 war er der dienstälteste Trainer und bis dahin 20 Jahre für die Frauen des TSV Mardorf tätig. „Nebenbei“ legte er eine bewegte Karriere als Torwart und Torjäger bis zur Gruppenliga für seinen Heimatverein hin, der inzwischen als SG WeWaLe-Hülsa am Spielbetrieb teilnimmt.

Bei der SG tummeln sich nun verstärkt junge Spieler im Kader. Ganz ohne Erfahrung geht es nach dem Abstieg in die Kreisliga B 3 indes nicht. Kicker wie Michél Künkel, Martin Eckhardt und Christian Zülch sind weiter gefragt. Und als seine Mannschaft im Duell mit Besse II aus einem 0:2-Rückstand ein 2:2 machte, kribbelte es beim Coach. Also wechselte er sich ein – und schoss keine fünf Minuten später das entscheidende 3:2. „Erster Saisonsieg und Tore schießen klappt immer noch“, frohlockte Christian Kunz, der gestern seinen 43. Geburtstag feierte.

Die späte Wende

Bis zur 83. Minute hieß der Tabellenführer der Kreisliga A 1 SG Ungedanken/Mandern. Bis zur 83. Minute durften die Gäste von der Kreisgrenze davon träumen, den Saisonstart mit dem vierten Sieg in Serie zu veredeln. Doch die gastgebende SG Fuldalöwen/Beisetal hatte etwas dagegen. Und schlug unwiderstehlich zurück. Der treffsichere Verteidiger Lars Ostheim (83.), Felix Franke per Zauberschuss (90.) und Szabolcs Szaras (90.+3) drehten in Oberbeisheim spät den Spieß noch um.

Somit grüßt das neu formierte Team von Trainer Kai Helfers ungeschlagen von der Spitze. Ungedanken/Mandern ist aber nicht das einzige Team, das seine erste Niederlage kassierte. Das gleiche Schicksal ereilte die SG Geismar/Züschen im zweiten Spitzenspiel der A 1 beim 1:2 gegen die SG Altmorschen/Binsförth. Hier machte Cedric Müller kurz vor Schluss den Unterschied aus (86.).

Das verrückte Ende

Für die Fußballer der FSG Gudensberg ist die bisherige Saison schlichtweg ein Albtraum. Die erste Mannschaft ziert nach dem durchaus vermeidbaren Abstieg aus der Verbandsliga nach sieben Spieltagen mit nur einem Punkt sensationell das Tabellenende der Gruppenliga. Hat überdies seit 475 Minuten dort kein Tor erzielt. Und auch die zweite Mannschaft legte einen Fehlstart hin. Verlor die ersten drei Partien, obgleich ein Platz im Mittelfeld das Saisonziel ist. In der Begegnung gegen die FSG Chattengau/Metze war der erste Sieg greifbar nahe. Die FSG drehte einen 0:1-Rückstand um und erzielte durch Philipp Himpelmann in der Nachspielzeit das 2:1. Das reichte jedoch nicht, weil Kevin Böttner im direkten Gegenzug nach einer Ecke mit der letzten Aktion das 2:2 erzielte. Was die Träume in Gudensberg nicht besser macht.

Das Tor gegen den Ex

Zu den Klassikern im Fußball zählen Tore gegen den Ex-Verein. Weil Sport vor allem eine Frage der Motivation ist. Und weil es von Vorteil sein kann, die Schwächen des Gegners aus erster Hand zu kennen. Drum dürfte Marco Gießwein mit einer besonderen Stimmung ins Spiel gegen den TSV Remsfeld gegangen sein. Schließlich war er in der Saison 2018/19 mit elf Treffern an Remsfelds Aufstieg in die Kreisliga A beteiligt.

Für den Stürmer nicht das erste Mal, denn 2014 schoss er die SG Beisetal mit 24 Toren in die Kreisliga A. Seit dieser Spielzeit trägt der 36-Jährige das Trikot des FC Homberg II. Dort, wo es mit den Verteidigern Benjamin Dillenberger und Oliver Discher weitere Ex-Remsfelder gibt. Vor dem Duell des FC II mit dem TSV war Marco Gießwein ohne Saisontor geblieben. Nun durfte er seinen Treffer ausgiebig feiern. Es war das entscheidende 2:1. (Sebastian Schmidt)

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