1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport
  4. Sport Schwalm-Eder-Kreis

Aufsteiger Edermünde leistet Obermelsungen Widerstand: Boges Traumtore entscheiden Derby

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

In die Parade gefahren: Obermelsungens Lisa Schwarz (unten) spielt den Ball vor Edermündes Pia Bannenberg. Leoni Greif (l.) beobachtet die Grätsche.
In die Parade gefahren: Obermelsungens Lisa Schwarz (unten) spielt den Ball vor Edermündes Pia Bannenberg. Leoni Greif (l.) beobachtet die Grätsche. © Richard Kasiewicz

Der Favorit hat sich behauptet. Allerdings war es spannend bis zum Schluss. Viel Widerstand musste der TSV Obermelsungen brechen, um das Derby der Frauenfußball-Verbandsliga mit 2:0 (1:0) beim stark aufspielenden Aufsteiger SC Edermünde zu gewinnen.

Holzhausen – Am Ende waren es zwei geniale Einzelleistungen der defensiven Mittelfeldspielerin Svenja Boge, dank derer der TSV als Sieger vom Platz ging. Beim zu diesem Zeitpunkt überraschenden 1:0 nach 23 Minuten traf sie per Freistoß aus 30 Metern. „Ein Sonntagsschuss am Samstag“, frohlockte Obermelsungens Coach Nils Engelhardt.

Lupfer entscheidet Derby

Beim zweiten Tor, sechs Minuten vor dem Ende, eroberte sich Boge den Ball in der eigenen Hälfte, legte ein Solo über 50 Meter hin und lupfte den Ball dann über die etatmäßige Feldspielerin Sümeyye Merdivan, die an diesem Tag das Edermünder Tor hütete. „Das war eine absolute Willensleistung“, sagte Boge über ihr zweites Tor.

Aus Boges Sicht hatte das „wirklich schwierige Spiel“ zwei Gründe: Zum einen hatte der TSV Startschwierigkeiten, leistete sich viele Fehler im Spielaufbau und stand defensiv zunächst ungeordnet. Zum anderen kämpften die Gastgeberinnen leidenschaftlich, spielten mutig und hatten vor 100 Zuschauern den deutlich besseren Auftakt. Zweimal hätte Jennifer Tabak, die als einzige Spitze fungierte, ihre Mannschaft in Führung zu bringen. Anschließend fing sich die Gäste-Defensive und ließ kaum noch Möglichkeiten zu.

Obermelsungen richtet Blick nach oben

Als dann aber Kapitänin Carolin Weisskopf verletzt raus musste (60.), gaben die Gäste die Spielkontrolle mehr und mehr wieder ab. „Da haben wir noch einmal ordentlich Druck gemacht“, befand SC-Trainer Michael Pohl. Was seinem Team indes fehlte: Torabschlüsse. Wie es geht, zeigte den wackeren Edermünderinnen erneut Boge, die freudestrahlend feststellen konnte: „In der Klasse ist alles sehr eng und wir sind mit dem Dreier auf einem guten Weg, uns oben festzusetzen.“

SCE: Merdivan - Kramer, Schneider, Schumacher, J. Bannenberg - P. Bannenberg, Hironymus, Pohl, Mann - Radecke - Tabak (52. Elzner).

TSV: Dielschneider - Greif, Karime, Schwarz, Ebert - Boge, Weisskopf (60. Warnecke) - Manns, Hentschel (63. Hupfeld), Bernreuter - Hofmann (35. Schäfer).

SR: Hendrik Kirschner. Z: 100. Tore: 0:1, 0:2 Svenja Boge (23., 84.). (Sina Ternis)

Auch interessant

Kommentare