3. Liga

Aufsteiger Gensungen peilt bei Lemgoer Bundesliga-Reserve den ersten Sieg an

Christoph Theuerkauf
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Christoph Theuerkauf

„Von Spiel zu Spiel denken“ hat sich als Devise im Mannschaftssport bewährt. Und natürlich will auch die ESG Gensungen/Felsberg daran nicht rütteln. Allerdings dürfte es vor dem Gastspiel des Aufsteigers in der 3. Liga beim Team HandbALL Lippe II (Sa. 18 Uhr Augustdorf) gar nicht so einfach sein, die Begegnung danach aus den Köpfen der Spieler zu bannen.

Gensungen/Augustdorf - Schließlich handelt es sich dabei im das Derby gegen Nachbar Eintracht Baunatal. Also sagt Rückraumspieler Jannis Kothe: „Wir wollen uns mit einem Sieg eine gute Ausgangsposition für dieses Topspiel schaffen.“ Auch für Trainer Arnd Kauffeld, der auf Benedikt Hütt (verletzt) verzichten muss, wären die ersten beiden Punkte „unheimlich wertvoll“ und „würden einige erleichtern“. Ein kniffliges Unternehmen, auch wenn die Lemgoer Bundesliga-Reserve die ersten beiden Spiele verloren hat. Was Geschäftsführer Andreas Sukop aber gar nicht so sehr beunruhigt. Denn: „Baunatal ist nicht unsere Kragenweite und zudem beim 30:24 extrem souverän aufgetreten.“ Und das 16:22 in Habenhausen inklusive extreme Ladehemmung - nur drei Treffer in den ersten 27 Minuten - war auch auf den Ausfall von Rückraumspieler Fynn Hangstein zurück zu führen, der in der ersten Mannschaft gebraucht wurde. Das könnte auch am kommenden Wochenende der Fall sein, wenn der TBV Lemgo in Stuttgart antritt.

Nicht der einzige junge Wilde mit Bundesligaerfahrung. Auch Torwart Timon Mühlenstädt, Kreisläufer Michel Reitemann und Spielmacher Jari Lemke, der nach zwei Kreuzbandrissen in der „Reserve“ wieder für höhere Aufgaben aufgebaut werden soll, haben einen Profivertrag. Dazu kommt eine bärenstarke rechte Seite mit dem Ex-Melsunger Maxim Schalles (Rechtsaußen), in der letzten Saison per Zweitspielrecht für Emsdetten in der 2. Liga unterwegs, und Torjäger Hark Hansen.

Gefahrenherd Theuerkauf

„Star“ der Mannschaft ist indes Christoph Theuerkauf. der 57-fache Nationalspieler, insgesamt sechs Jahre für Lemgo in der Bundesliga am Ball, der nach der letzten Saison in die TBV-Geschäftsstelle wechselte und sich als „Back-up“ in der zweiten Mannschaft bereit hält. „Es war mein eigener Wunsch, die Bundesligakarriere nach 20 Jahren Leistungssport auf Wettkampfniveau zu beenden“, begründet der 37-Jährige diesen Schritt.

Für die Mannschaft von Trainer Matthias Struck ein Glücksfall. „Der hat‘s drauf“, weiß Gensungens Rechtsaußen Jan Hendrik Otto. Auch aus der Erfahrung des 30:30 in einem Vorbereitungsspiel bei den Ostwestfalen. Also spricht einiges für Sukops Prognose, „dass das ein spannendes Spiel wird.“ Der erste Saisonsieg der ESG natürlich nicht ausgeschlossen.

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