B-Jugend-DM: 

mJSG per Spielrausch ins Halbfinale

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Aus dem Rückraum eine Bank: Tomas Piroch trug acht Treffer zum 34:27-Erfolg der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen in Dormagen bei. 

Die Reise geht weiter. Bayer Dormagen war im Viertelfinale um die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft trotz der Hypothek einer 33:35-Niederlage im Hinspiel nur eine Durchgangsstation.

„Diese Mannschaft überrascht mich immer wieder“, geriet selbst Björn Brede, Trainer der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen, ins Schwärmen. Über einen 34:27 (14:11)-Erfolg beim vermeintlichen Favoriten, womit seine Jungs ins Halbfinale einzogen, wo nun Flensburg-Handewitt der Gegner ist. Zum ersten Mal bereits am kommenden Samstag um 17 Uhr in Melsungen.

Es war, in den ersten zehn Minuten, eine Fortsetzung des Offensivspektakels aus dem ersten Duell. Mit dem Spielaufbau hielten sich beide Teams nicht sonderlich auf, suchten den schnellen Abschluss. Aus der Nahwurfzone erfolgreich, aus der zweiten Reihe häufig eine Beute der beiden starken Torhüter Dahmen und Eggert.

Dann beruhigte sich das Spiel, weil Dormagen auf eine 6:0-Deckung umstellte. Und nun Melsungens Rückraumschützen mehr Zeit hatten Maß zu nehmen. Das nutzten Jona Gruber und Tomas Piroch zu einer 7:4-Führung (13.). Dann kam Max Bieber für den angeschlagenen Ole Pregler. Und fügte sich mit zwei Toren sowie einem schönen Anspiel auf Linksaußen Mikulas Cejka trefflich ein - 11:7 (16.).

Weiterhin stabilisierte sich die 5:1-Defensive der mJSG, hatte Dormagens Positionsangriff im Griff, wobei der Ausfall von Wirbelwind Carlos Marquis, in Melsungen noch siebenfacher Torschütze, immer mehr ins Gewicht fiel. Ein Gefahrenherd blieb die erste und zweite Welle der Gastgeber, zumal Cornelius Dahmen immer heißer lief und seine Mannschaft mit seinen Paraden im Spiel hielt. So konnte Justin Kauwetter kurz vor der Pause noch auf 11:14 verkürzen, was den Rheinländern eher schmeichelte.

Aber nicht so richtig weiter half. In Überzahl erhöhten Jan Dobriczikowski und Ole Pregler nämlich auf 17:12 (33.). Und Julian Fuchs sowie Tomas Piroch konnten es auch mit einem Mann weniger. „Ich glaub‘s noch nicht“, traute MT-Jugendkoordinator Axel Renner trotz einer 19:13-Führung (37.) dem Braten noch nicht. Doch seine Siegesgewissheit stieg. Denn auch wenn sich die Gastgeber keineswegs geschlagen gaben, hatten die Brede-Schützlinge doch immer eine Antwort auf jeden Dormagener Versuch einer Aufholjagd. Weil „Indianer“ Fuchs seinem Namen alle Ehre machte und als Spitze der 5:1-Deckung dem Gegner immer mal wieder einen Ball klaute und damit seine eigenen Tempogegenstoße einleitete. Weil der eingewechselte Jan Lasse Herbst sofort „voll“ da war. Und weil die eigenen Angriffe weiterhin konsequent ausgespielt und so der starke TSV-Mittelblock gesprengt wurde.

„Das war der Schlüssel“, wusste der starke Rückraumspieler Max Bieber. Genauso wie die offensiver eingestellte eigene Deckung. Drum hatte letztlich beim Gast alles gestimmt, wie Julian Fuchs überglücklich feststellte. Und so die Überraschung möglich gemacht.

Dormagen: Dahmen (18 Paraden/25 Gegentore), Wiese (ab 46., 3/9); Köster 3, Kothe 4, Kauwetter 3/1, Braun 5/2, Bark, Neven 2, Johannmeyer 4, Koch, Blum 1, Mast 3, Mircic 2, Wolters, Leitz, Lindner.

Melsungen: Eggert (13/17), Herbst (8/10), Wenderoth (n.e.); Dobriczikowski 5, Piroch 8, Gruber 3, Damm, Pregler 3, Bieber 4/1, Fuchs 7/3, N. Pliuto 3, Cejka 1, Badenheuer, Kompenhans, M. Pliuto, Kuntscher.

SR:Hurst/Krag. Z.: 400.

Zeitstrafen: 6:8-Minuten.

Siebenmeter: 5/3:4/6. 

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