Hessenliga:

Beim TuS Viktoria Großenenglis steht auf einmal wieder die Null

Grund zum Jubel nach gutem Saisonstart: Die Großenengliserinnen (von links) Alina Diehl, Julia Stemmler und Laura Festor.
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Grund zum Jubel nach gutem Saisonstart: Die Großenengliserinnen (von links) Alina Diehl, Julia Stemmler und Laura Festor.

Mit acht Punkten aus fünf Spielen ist dem TuS Viktoria Großenenglis ein zufriedenstellender Saisonstart in der Frauenfußball-Hessenliga geglückt.

Großenenglis – Vor der Unterbrechung gab es sogar zwei Siege in Folge, was zuletzt vor 14 Monaten gelang. Drei Gründe für den Aufschwung.

Defensive Stabilität

Vorbei sind die Zeiten, als das Team schon mal in seine Einzelteile zerfiel und hohe Niederlagen kassierte. Nun steht die zweitschlechteste Abwehr der Vorsaison stabiler und verteidigt gemeinsam leidenschaftlicher. Der Lohn waren zwei Spiele ohne Gegentor in den Duellen mit dem MFFC Wiesbaden und dem 1. FC Mittelbuchen. Zum Vergleich: In der vergangenen Saison stand insgesamt nur zweimal die Null.

Ursprung der lobenswerten Entwicklung war das Sommer-Trainingslager in Köln, in dem am Teamgeist gearbeitet wurde. „Die Mannschaft ist extrem zusammengerückt“, stellt der neue TuS-Trainer Alessandro Wiegand fest.

Konstanter Stamm

Die Stammspielerinnen unterlagen bisher keinen Leistungsschwankungen. Allen voran die Abwehrchefin Alina Diehl. „Sie hat alles, was eine gute Verteidigerin ausmacht. Vor allem eine enorme Abgeklärtheit“, lobt der Viktoria-Coach die 20-jährige. Auch die neue Torfrau Sabrina Wandrei ist ein Volltreffer. Die 24-Jährige, die regelmäßig mit Torwarttrainer Kevin Krahn zusammen arbeitet, kassierte erst sechs Gegentreffer. Von den erfahreneren Akteurinnen trumpfte besonders Julia Faupel auf. Die Außenbahnspielerin zeigte sich taktisch variabel in Mittelfeld und Abwehr.

Torgefahr verteilt

Am vierten Spieltag platzte mit drei Treffern auch der Knoten in der Großenengliser Offensive. Das lag laut Wiegand vor allem daran, dass seine Schützlinge in Strafraumnähe konsequenter den Abschluss suchten. Mit Laura Festor und Jasmin Rustemeier haben ausgerechnet die Jüngsten in der Startelf sowohl beim 3:2 gegen BG Marburg als auch beim 5:2 gegen den TSV Pilgerzell getroffen - und das als Mittelfeldspielerinen. Beide stehen für die neue Unberechenbarkeit der Viktoria, bei der schon sechs Spielerinnen mindestens ein Tor erzielten.

Jana Schwaab, Viktoria-Torschützenkönigin in jeder der vier Hessenliga-Spielzeiten (insgesamt 46 Treffer), blieb indes bisher glücklos. „Trotzdem erfüllt sie in unserem System hervorragend ihre Aufgaben auf der Zehn und im Angriff“, betont Wiegand. Wenn damit auch noch die Top-Vorlagengeberin ihre Torgefahr wiederfindet, stehen die Chancen auf eine sorgenfreie Saison gut. (fsx)

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