Aus Not Tugend gemacht

Besonderes Wiedersehen für Fritzlars Trainer Lucky Cojocar in Kleenheim

Handball 3. Bundesliga: SV Germania Fritzlar: Trainer Lazar Constantin Cojocar Foto: Pressebilder Hahn Hahn123
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Gibt die Richtung vor: Fritzlars Trainer Lucky Cojocar.

Sie haben aus der Not eine Tugend gemacht. Aus einem Rumpfteam eine erfolgreiche Einheit. Die Mannschaft des SV Germania Fritzlar, die nach vier Siegen die Tabelle der 3. Handball-Liga Ost der Frauen anführt.

Und am Samstag (20 Uhr) bei der HSG Kleenheim-Langgöns vor dem nächsten Prüfstein steht. Denn das Team aus dem mittelhessischen Landkreis Wetzlar strebt einen Spitzenplatz an. Gleich 20 Spielerinnen tummeln sich im Kader. Weitere Talente aus der zweiten Mannschaft (Landesliga) und A-Jugend (Oberliga) scharren mit den Hufen. „Kleenheim ist ein gut geführter Verein, bei dem sich die Jugendarbeit auszahlt“, betont Lucky Cojocar. Fritzlars Coach muss es wissen, denn von 2011 bis 2017 war er der Trainer der HSG.

Überaus erfolgreich sogar, denn mit vergleichbar bescheidenen Mitteln gelang dem A-Lizenz-Inhaber 2016 die Meisterschaft in der 3. Liga West und 2017 mit 28:32 Punkten der souveräne Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. Allein aus wirtschaftlichen Gründen zog Kleenheim seine Mannschaft danach zurück – und der Rumäne heuerte im Januar 2018 in Fritzlar an. Weiter an Bord von damals sind Rückraumspielerin Tanja Schorradt und Kreisläuferin Katharina Weber, die unter ihrem Mädchennamen Wagner 2014 beinahe bei der SG 09 Kirchhof gelandet wäre.

Ehefrau des Trainers spielt auf Linksaußen

Herausragend beim Tabellenfünften ist zudem die erstliga-erprobte Spielmacherin Stina Karlsson (TuS Metzingen). Wirkungsvoll auf den Flügeln wirbeln auf rechts Lisa Marie Kiethe, die im Nachwuchsbereich des Thüringer HC reifte, und Janina Langenbach, die Ehefrau von HSG-Coach Marc Langenbach. Der heute 37-Jährige stieg selbst mit dem TV Hüttenberg 2011 in die 1. Bundesliga auf.

„Das Umschaltspiel wird noch wichtiger“, betont Cojocar vor dem Vergleich mit seinem Ex-Verein. Zwei Torhüterinnen und acht Feldspielerinnen müssen es weiterhin richten. Wobei mit Janina Dreyer eine Schlüsselspielerin aufgrund Adduktoren-Beschwerden fraglich ist. Noch etwas Geduld ist bei Kathleen Nepolsky gefragt, die weiter im Aufbautraining steckt. Bei beiden gilt die Maxime: Kein Risiko. Schließlich soll aus der neuen Tugend keine neue Not entstehen. 

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