Oberliga: Nach 5:9 und 6:9 keine Chance mehr auf Klassenverbleib

Besse nun Hessenligist

Petr

Edermünde. Der Abstieg des TSV Besse aus der Tischtennis-Oberliga ist besiegelt.

Durch die 5:9-Pleite gegen den Tabellennachbarn TTC Elz wurde die letzte theoretische Möglichkeit auf den Klassenverbleib verspielt. Die 6:9-Niederlage gegen Meister TG Obertshausen hatte da nur noch statistischen Wert.

Dass Spitzenspieler Michal Baron in beiden Partien fehlte, wirkte sich nicht negativ aus. Im Gegenteil, mit zwei Doppelgewinnen durch Wasik/Pfaff und Kaszuba/Bierwirth fand das TSV-Sextett gegen Elz gut ins Spiel und hatte in Petr Wasik einen überragenden Akteur. Der ließ zunächst gegen Sebastian Laux mit 3:1 (11:3, 11:7, 7:11, 11:9) nichts anbrennen und lieferte dann gegen Angstgegner Christopher Horn eine Klassepartie. Im entscheidenden Satz hatte Wasik bei 10:11 Matchball gegen sich, blieb unbeeindruckt von einer Auszeit seines Kontrahenten und drehte mit 13:11 das packende Einser-Duell zu seinen Gunsten. „Das Time-out kam mir sehr gelegen, aber ich hatte in der Schlussphase natürlich auch Glück“, räumte der Prager ein. Auch Mateusz Kaszuba lieferte gegen Horn eine enge Fünf-Satz-Partie (11:8, 12:14, 3:11, 11:9, 6:11), brach aber am Ende ein. „Entscheidungssätze sind nicht gerade die Stärke von Mateusz“, erklärte Teamchef Manfred Pfaff. Was er später, nach dem 3:2 (11:6 im 5. Satz)-Sieg von Kaszuba gegen Laux, relativieren musste. Durch das Aufrücken des Polen wurde die Mitte mit 0:4-Bilanz zur Problemzone. Weder Florian Bierwirth (1:3) noch Sebastian Pfaff (2:3) schafften es gegen den in der Rückrunde noch völlig erfolglosen Jannis Seyffert zu gewinnen. Zudem unterlagen beide jeweils in vier Sätzen gegen Piotr Frackowiak. Im unteren Paarkreuz kam der junge Daniel Lysik zu seinem Oberligadebüt, das zunächst beim glatten 0:3 gegen Marvin Jeuck schiefging. Später kam der Bad Wildunger gegen Björn Kannenberg besser ins Spiel, das jedoch wegen der zweiten Niederlage von Peter Beck (0:3 gegen Kannenberg, 1:3 gegen Jeuck) vorzeitig beendet wurde.

Völlig überraschend ging der deutlich verbesserte TSV am Sonntag auch gegen Meister TG Obertshausen durch Wasik/Pfaff (3:2 gegen Fischer/Tiede) und Kaszuba/Bierwirth (3:2 gegen Surnin/Strasser) 2:0 in Führung. Was folgte war sensationell: Mateusz Kaszuba brachte mit begeisterndem Angriffswirbel Ex-Nationalspieler Hans-Jürgen Fischer, der als Ligaprimus zuvor 36 Einzelsiege in Folge erspielt hatte, erst in Bedrängnis und schließlich mit 3:1 (12:10, 9:11, 11:8, 11:9) die erste Saison-Niederlage bei. Da auch Florian Bierwirth beim 3:2 (11:9 im 5. Satz)-Sieg heiß lief, lagen die Edermünder mit 4:2 und später, nach Peter Becks Vier-Satz-Sieg über Simon Tiede, mit 5:3 immer noch vorn. Durch die zweiten Niederlagen von Daniel Lysik ( jeweils 0:3 gegen A.Dragicevic und Tiede), Sebastian Pfaff ( jeweils 1:3 gegen Strasser und L. Dragicevic) und Petr Wasik ( 0:3 gegen Surnin, 1:3 gegen Fischer) neigte sich die Waage zu Gunsten des Favoriten. Lediglich Beck schaffte es noch, einen 3:1(11:8,10:12, 11:1,11:9)-Sieg gegen Andrija Dragicevic nachzulegen. (zrh/zdö) Foto: Kasiewicz

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