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Besse nach Kantersieg vor Hängepartie

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In beiden Einzeln erfolgreich: Jacek Wandachowicz, der mit Besse einen Kantersieg feierte.
In beiden Einzeln erfolgreich: Jacek Wandachowicz, der mit Besse einen Kantersieg feierte. © Richard Kasiewicz

Der TSV Besse hat getan, was er (noch) tun konnte: Im letzten Saisonspiel setzte sich der heimische Tischtennis-Oberligist mit 10:0 gegen den NSC Watzenborn/Steinberg in der Bilsteinhalle durch.

Edermünde - Im Eiltempo hatten die Edermünder damit ihr Punktekonto auf 15 Zähler geschraubt und ihr Spielverhältnis deutlich verbessert. Und mussten dann mit bangem Blick auf ein günstiges Ergebnis der drei Abstiegskonkurrenten hoffen. Zunächst vergeblich: Kriftel gewann gegen Biebrich mit 8:2 und zog vorbei, Dreieichenhain rettete ein 6:4 gegen Langen. Erst Fulda-Maberzells 4:6-Niederlage beim Meister in Langenselbold hielt die Besser auf einem Nichtabstiegsplatz.

Allerdings: die Osthessen haben noch ein nicht terminiertes Spiel mit Sondergenehmigung auszutragen. Wenn sie dieses gegen Bad Homburg II gewinnen, steigt der TSV Besse ab. „Große Hoffnung habe ich nicht, dass die Maberzeller das nicht ausnutzen“, ärgert sich TSV-Kapitän Sebastian Pfaff. Für den Routinier ist diese Ansetzung nach dem offiziellen letzten Spieltag „ein schlechter Witz und nichts anderes als Wettbewerbsverzerrung“.

Im Spiel gegen die Mittelhessen, die ohne Top-Akteur Fabian Moritz anreisten, kamen die in Bestbesetzung agierenden Gastgeber nie in Bedrängnis. Dennoch waren fast alle Duelle umkämpft. So auch beide Doppel: Kaczmarek/Wandachowicz bezwangen Armbrüster/Grötzsch mit 3:1 (14:12, 9:11, 11:8, 13:11) und Pavolka/Pfaff zogen mit 3:1 (15:13, 11:8, 3:11, 11:4) gegen Müller/Harnisch unverzüglich nach.

Im Spitzenpaarkreuz ließ Michal Pavolka NSC-Joker Florian Müller beim 3:0 (11:9, 11:3, 11:4) wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Und hatte Stefan Harnisch mit 3:1 (11:9, 7:11, 11:3, 11:5), mit Ausnahme des zweiten Durchgangs, gut im Griff. Krzystof Kaczmarek (3:1 gegen Harnisch) musste gegen Müller den Auftaktsatz (11:13) abgeben, ehe er mit 11:4, 11:6 und 11:3 doch noch das Erfolgsrezept fand.

Im zweiten Paarkreuz verbesserte Sebastian Pfaff seine persönliche Rückrunden-Bilanz mit zwei überzeugenden Vier-Satz-Erfolgen über Jakob Armbrüster und Dennis Grötzsch auf 11:5. Jacek Wandachowicz bezwang zunächst Grötzsch glatt in drei Sätzen und benötigte gegen Armbrüster (12:10, 11:6, 8:11, 11:2) einen Satz mehr.

TSV-Abteilungsleiter Andreas Otto war trotz des Kantersieges tief enttäuscht: „Mit einer so starken Mannschaft, in der wir das beste Doppel der Liga stellen und alle vier heute eingesetzten Spieler positive Einzelbilanzen aufweisen, ist es schon extrem bitter, wahrscheinlich absteigen zu müssen.“ Noch ist es eine Hängepartie, die aber wenig Hoffnung macht.(von Reinhold Döring)

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