Besser als der FC Bayern

Handballer vom TSV Ost-Mosheim III werden jedes Jahr Meister

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Der Serienmeister TSV Ost-Mosheim III: Achim Kersten (hinten von links), Dirk Hofmann, Bodo Werner, Timo Franke, Stephan Bachmann, Maximilian Kranz, Stefan Wiegand, Mathias Helferich. Steffen Althans (Vorne von links), Mark Reuße, Frank Röse, Mark Emmeluth, Mario Röse, Frank Wiegand. Liegend: Thomas Botte und Thomas Helferich.Es fehlen: Markus Brögeler, Marcus Mosebach, Christian Metz und Nico Pollmer.

Ostheim. Mit dem Begriff des Serien- oder Rekordmeisters wird im Allgemeinen beim Fußball der FC Bayern München in Verbindung gebracht. Ist von Handball die Rede, wird nicht selten der THW Kiel genannt. Im Schwalm-Eder-Kreis gibt es mit dem Bezirksligisten TSV Ost-Mosheim III allerdings auch ein Team, dem dieser Titel gut zu Gesicht steht.

Durch einen 38:19 (20:7)-Erfolg im Lokalduell gegen den SV Melgershausen sicherten sich die Hochländer am 26. April zum siebten Mal in Folge die Meisterschaft in der Bezirksliga B. Wie schafft man sowas? „Die Mannschaft besteht zum Großteil aus Spielern, die schon 15 bis 20 Jahre zusammenspielen“, sagt Stefan Wiegand, der beim Bezirksmeister am Kreis und auf Rechtsaußen aufläuft. Mit Christian Metz, Spielertrainer Frank Röse, Mario Röse und sowie Matthias und Thomas Helferich verfügt das Team über „richtig gute Handballer“ (Wiegand). Auch als die Mannschaft von Verletzungen gebeutelt war und mit Matthias Helferich ein Spieler in das abstiegsbedrohte Landesliga-Team der Hochländer aufstieg, konnten diese Verluste durch die Reaktivierung alter TSV-Akteure wie Maximilian Kranz und Timo Franke aufgefangen werden.

„Eine unglaubliche Kameradschaft“, so TSV-Akteur Wiegand, „zeichnet das Team aus.“ Langeweile auf Grund der vielen Titel herrscht im OMO-Lager aber nicht. „Es ist ja nicht so, dass wir durch die Bezirksliga durchmarschieren“, erklärt der TSV-Kreisläufer. In dieser Saison hat sich die „Dritte“ nur Dank des besseren Torverhältnisses gegen den Dauerrivalen SG Schenklengsfeld II durchgesetzt. Die Saison 2011/12 gewann die Röse-Sieben sogar ungeschlagen. Wer zuletzt vor dem TSV die Bezirksliga gewann, daran kann sich im Hochland keiner mehr erinnern. „Vielleicht Melsungen III oder Gensungen III“, mutmaßt Wiegand.

Auch die Zuschauer honorieren die guten Leistungen der Mannschaft, so dass die Heimspiele der „Dritten“ zumeist gut besucht sind. Was aber nicht nur an handballerischen Darbietung der Mannschaft liegt, sondern auch an dem gemütlichen Beisammensein danach. „Die Zuschauer wissen, dass das Bier nach unserem Spiel legendär ist“, erklärt TSV-Spieler Wiegand. Als es noch zwei Bezirksligen gab, sind die Hochländer immer mit einem Bus zum Meisterschaftsfinale gefahren. „Der war immer voll“, erinnert sich Wiegand und ergänzt: „Das lag natürlich auch daran, dass wir nie erfolglos waren.“ Gegner in den Endspielen war auch damals zumeist die SG Schenklengsfeld II.

Den siebten Meistertitel wollen die TSV-Handballer nun erst einmal richtig feiern. Dafür reist das Team am kommenden Wochenende nach Köln, um sich das Final Four der Handball-Champions League anzusehen. Im Juni sollen noch zwei Feiern folgen. Mit Matthias Helferich und Mario Röse legen nach dieser Spielzeit zwei Leistungsträger eine Handballpause ein.

Ob es dann im kommenden Jahr für den achten Titel in Serie reicht, ist ungewiss. Dass der Weg zur Meisterschaft aber nur über den TSV Ost-Mosheim führen wird, ist sicher.

Von Marcel Glaser

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