DHB und Vereinsvertreter tagen

Bitter: 3. Handball-Ligen und Jugend-Bundesliga pausieren bis mindestens 28. Februar

Muss sich weiter gedulden: Trainer Arnd Kauffeld, der mit der ESG Gensungen/Felsberg immerhin zweimal wöchentlich trainieren kann.
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Muss sich weiter gedulden: Trainer Arnd Kauffeld, der mit der ESG Gensungen/Felsberg immerhin zweimal wöchentlich trainieren kann.

Wie geht es im Handball weiter? Diese Frage stellen sich nicht nur die nordhessischen Teams. Sicher ist bereits, dass der Spielbetrieb auf DHB-Ebene nun bis zum 28. Februar ausgesetzt ist.

Schwalm-Eder – Am Dienstag setzen sich Vereinsvertreter der 72 Männer-Drittligisten und Verantwortliche des Deutschen Handball-Bundes in einer Videokonferenz zusammen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Zuvor sind die A-Jugend-Bundesligen das Thema. Am Mittwoch folgt die 3. Liga der Frauen. Wir haben uns bei den heimischen Mannschaften umgehört.

SV Germania Fritzlar

Der Ball ruht seit dem 11. Dezember. Seitdem halten sich die Spielerinnen individuell fit. Eigentlich sollte morgen der Trainingsbetrieb wieder starten, doch das wurde mit Blick auf die Konferenz mit dem DHB verschoben.

„Wir brauchen klare Rahmenbedingungen. Ich hoffe, wir kriegen zumindest noch eine einfache Runde über die Bühne“, erklärt SVG-Abteilungsleiter Steffen Schmude. Seine Bedenken: Die Vereine, die schon im Dezember nicht trainieren konnten, weil die Hallen gesperrt waren, werden dies kaum jetzt oder vielleicht nicht einmal im Februar dürfen. Fritzlar hingegen genießt wie alle hessischen Drittligisten „Profistatus“ und dürfte üben.

Allerdings: Sollten die Fallzahlen nochmals nach oben schnellen und der Bewegungsradius auf 15 Kilometer eingeschränkt werden, hätten sich gemeinsame Einheiten erledigt – weil ein Großteil des Kaders nicht in Fritzlar lebt.

mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen

Seit gestern trainieren die A- und B-Jugendlichen der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen wieder. Im athletischen Bereich und handballspezifisch. Allerdings streng getrennt in jeweils zwei feste Gruppen. Bis zu maximal zehn Spieler üben mit den „Chefs“ Florian Maienschein (A-Jugend) sowie Georgi Sviridenko (B-Jugend), die anderen mit den Co-Trainern Mikulas Cejka sowie Max Pregler. „Es wichtig, dass wir unseren Spielern ein Angebot machen“, betont Maienschein, der im Bereich der Jugend-Bundesliga das Gefühl hat, „dass eine Mehrheit der Vereine bald wieder spielen möchte.“

ESG Gensungen/Felserg

Drittligist ESG Gensungen/Felsberg hat vergangene Woche das Training wieder aufgenommen. Jeden Donnerstag stehen Corona-Schnelltests an, die der Verein selbst bezahlt. Bislang waren alle Ergebnisse negativ. Zwei Einheiten pro Woche sind in der „Übergangsphase“ im Team von Trainer Arnd Kauffeld angesetzt, um im Rhythmus zu bleiben für den Fall der Fälle. Bei der heutigen Konferenz gibt es aus Sicht von Michael Stahl, dem Sportlichen Leiter der ESG, nur zwei Möglichkeiten. Erstens: die Saison in der 3. Liga abzubrechen. Oder zweitens: sich auf DHB-Ebene Luft zu verschaffen, um in spätestens vier Wochen eine Entscheidung zu treffen.

Eintracht Baunatal

Seit vergangenem Dienstag trainieren die Baunataler wieder. Wie schon im Dezember geht es für zwei Einheiten pro Woche in die Halle. Vor jedem Dienstag-Training machen die Teammitglieder einen Corona-Schnelltest. „Danach begeben wir uns quasi in Quarantäne, vermeiden Kontakte“, erklärt GSV-Trainer Dennis Weinrich. Denn mittwochs steht dann die zweite Einheit an.

Ebenso wie Nachbar Gensungen/Felsberg erhofft sich die Eintracht heute eine klare Regelung seitens des DHB. Weinrich gibt ein mögliches Beispiel: „Man könnte sagen, wenn es Anfang März nicht wieder losgehen kann, dann wird die Saison abgebrochen.“ (Manuel Kopp und Sebastian Schmidt)

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