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Björn Satorius bei der Rallye Hessisches Bergland nicht zu stoppen

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Von: Sebastian Schmidt

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Eine Klasse für sich: Björn Satorius aus Bickenbach gewann mit seiner Beifahrerin Jara Hain im Ford Fiesta Rally2 alle acht Wertungsprüfungen bei der Rallye Hessisches Bergland. Hier zu sehen bei Großropperhausen.
Eine Klasse für sich: Björn Satorius aus Bickenbach gewann mit seiner Beifahrerin Jara Hain im Ford Fiesta Rally2 alle acht Wertungsprüfungen bei der Rallye Hessisches Bergland. Hier zu sehen bei Großropperhausen. © Richard Kasiwicz

Besser hätte es für Björn Satorius nicht laufen können: Erster Start bei der Rallye Hessisches Bergland, acht Wertungsprüfen – und acht Mal hieß der Sieger Satorius, der zusammen mit seiner Beifahrerin Jara Hain im Ford Fiesta Rally2 in 33:27,6-Minuten triumphierte.

Malsfeld – „Ich hätte ehrlich gesagt nicht erwartet, dass es so überragend funktioniert. Zumal meine Hauptkonkurrenten mit den Strecken vertraut waren und ich sie erst noch kennenlernen musste“, sagte der 31-Jährige aus dem südhessischen Bickenbach. Für den Automobilfahrer des Jahres 2012 in Hessen-Thüringen war es bei seiner 129. Rallye der zwölfte Gesamtsieg.

Satorius hatte sich auf den Schotterbruch in Rhünda gefreut, der dieses Mal allerdings nicht Teil der Strecke war. Auf den ersten vier Etappen über jeweils zwei Mal Großropperhausen und Seigertshausen ging es bei Geschwindigkeiten von bis zu 185 km/h auf zweispurigen Straßen zur Sache. Das war der Schotter-Spezialist in diesem Jahr nicht so gewohnt.

Als es nachmittags und später bei Dunkelheit auch auf Feldwegen und Schotter in und um Malsfeld sowie Melsungen in den zweiten Teil ging, war der Vorsprung derart groß, dass sich Satorius fast nur noch selbst schlagen konnte. Doch der Sieger des DMSB-Rallye-Cup 2017, dessen Vater Gerhard bereits Rallyefahrer war, setzte sogar noch einen drauf und hatte am Ende einen Vorsprung von 1:08-Minute auf Stefan Göttig.

Der Vorjahressieger aus Fuldatal, der mit Natalie Solbach-Schmidt (Attendorn) im Skoda Fabia R5 am Start war, konnte im zweiten Durchgang noch an Chris Gropengiesser vorbeiziehen. Den Schauenburger, ebenfalls im Skoda Fabia R 5, kosteten Reifenprobleme entscheidende 25 Sekunden. Mit 22,1 Sekunden Rückstand auf Göttig konnten sich Gropengieser und Beifahrerin Lisa Kiefer immerhin über den dritten Rang freuen. Konstant dahinter mit sieben vierten Plätzen in den Wertungsprüfungen kam der Niesetaler Konstantin Keil mit Jennifer Gräfe im Citroen DS3 R3T MAX 2:45,3-Minuten hinter dem Sieger ins Ziel.

Rallye-Cup

Die Rallye im Hessischen Bergland war zugleich der Endlauf für die deutsche Meisterschaft um dem DMSB-Rallye-Cup, der 2. Bundesliga des Rallye-Sports. Der achte Platz in der Gesamtwertung reichte Hans Limpert (Reckendorf) im BMW e30 320is aus, um sich die nötigen Punkte für den Gesamtsieg zu holen. Mike Melzer (Rheda-Wiedenbrück), der Zehnter im Hessischen Bergland in seinem Suzuki Swift Sport wurde, ist Vize-Meister vor Alexander Kazmierzak (Hüttersdorf) im Opel Corsa Gsi.

Retro-Rallye

Die Teilnehmer mit ihren historischen Rallye-Fahrzeugen hatten die acht Strecken in einer vorgegebenen Sollzeit zu absolvieren. Sie hatten etwa für die Wertungsprüfung Seigertshausen, die Björn Sartorius in 6:31-Minuten durchfuhr, eine Vorgabe von 18 Minuten. Sieger Peter Rogalski kam mit einer Zeitabweichung von neun Hundertstelsekunden durch. Insgesamt wich er lediglich um 1,67 Sekunden von der Sollzeit ab. Zweiter mit der gleichen Zeitabweichung wurde Martin Bernhardt, der auf der ersten Wertungsprüfung die größere Zeitdifferenz hatte. Den dritten Rang holte sich Ralf-Alexander Kuchta vor Vorjahressieger Rainer Schlesinger aus Calden.

Elektro-Challenge

Die erstmals ausgetragene Elektro-Effizienz Challenge auf dem Malsfeld-Ring gewann Steffen Sprenger, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Uni Kassel, mit seinem Volkswagen e-Golf, der für die 49 Runden mit 35 kWh auskam. Die Zweit- und Drittplatzierten Fritz Gerhard Hamann und Ulrich Münnichow absolvierten mit ihren Tesla-Roadstern 48 Runden und hatten jeweils einen Verbrauch von 55 kWh.

Zum Wohl: Lisa Kiefer freut sich über den dritten Platz als Beifahrerin des Schauenburgers Chris Gropengiesser im Skoda Fabia R 5.
Zum Wohl: Lisa Kiefer freut sich über den dritten Platz als Beifahrerin des Schauenburgers Chris Gropengiesser im Skoda Fabia R 5. © Richard Kasiewicz

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