Verbandsliga

Bravo Sanchez und Schmidt führen SSV Sand zum 3:0 in Körle

Der eine trifft, der andere nicht: Sefa Cetinkaya (in Rot verfolgt von Steffen Bernhardt) vergab zwei Körler Großchancen. Sands Leon Koch (Nummer 16) ließ zwar auch einiges liegen, überragte dennoch mit seinem ersten Dreierpack im Seniorenbereich für den SSV Sand.
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Der eine trifft, der andere nicht: Sefa Cetinkaya (in Rot verfolgt von Steffen Bernhardt) vergab zwei Körler Großchancen. Sands Leon Koch (Nummer 16) ließ zwar auch einiges liegen, überragte dennoch mit seinem ersten Dreierpack im Seniorenbereich für den SSV Sand.

Körle – Zweites Spiel, zweite Niederlage, zweites 0:3. Der FC Körle tut sich auch im zweiten Anlauf in der Fußball-Verbandsliga erwartungsgemäß schwer. Die Gäste des SSV Sand setzten sich vor 200 Zuschauern in der Schwarzwald-Kampfbahn relativ mühelos durch.

„Das war eine Steigerung gegenüber der ersten Niederlage bei Türkgücü. Aber noch nicht genug Präsenz und Handlungsschnelligkeit um die Räume, die uns Sand anbot, ausnutzen zu können“, sagte Eugen Wagner. Körles Trainer hatte im Vergleich zur Auftaktpleite vier Änderungen vorgenommen. Für die Jungsspunde Adrian Schindzielorz und Jonas Hentschel brachte er mit Luis Taube und Tobias Scherbaum mehr Erfahrung. Ins Tor rückte frisch erholt aus dem Urlaub Mario Umbach für Sven Sennhenn. Und im Angriff versuchte sich Ousmane Sow für Nils Schöneberg. Einen möglichen fünften Wechsel verhinderte die Wade von Thomas Melnarowicz.

Knapp eine halbe Stunde erwies sich Körle auf Augenhöhe. Da gab Umbach dem Team Sicherheit. Da räumten Taube und Vyacheslav Petrukhin im Zentrum ab. Da kamen sie dreimal aussichtsreich in den SSV-Strafraum. Doch Sefa Cetinkaya war zweimal zu hibbelig, um treffen zu können. Zunächst hatte Daniel Kraus pfiffig den Ball erobert und vorgelegt (11.), dann Top-Talent Lukas Greiner mit Übersicht geglänzt (13.). Im dritten Versuch kam Sow nicht an die Kopfball-Ablage Cetinkayas nach einem weiten Schlag von Taube heran (25.).

Leon Koch spielt Schnelligkeit aus

Überhaupt: Spielerisch klappte auf Nordhessens grünstem Acker wenig. Und irgendwann hatten sich die Gäste auf die langen Bälle eingestellt. „Wir hätten das sicher noch besser kontrollieren können. Aber immerhin haben wir es souverän gelöst“, betonte Antonio Bravo Sanchez. Sands Freigeist, den vor einem Jahr das torlose Remis in Körle wurmte und der zusammen mit Flügelflitzer Jan-Philip Schmidt der Aktivposten war. Nicht von ungefähr bereiteten beide das zu diesem Zeitpunkt überfällige 1:0 von Leon Koch vor (38.).

„Wir wussten um Leons Stärken und wollten ihn im Sommer auch verpflichten. Gegen Leons Speed waren wir machtlos“, erklärte Trainer Wagner. Als Schmidt den Turbo zündete und Koch vollendete, war die Partie bereits entschieden (50.). Und weil es für den Ex-Melsunger so gut lief, ließ der 20-Jährige in der Nachspielzeit auf Zuspiel des eingewechselten Manuel Wiktor seinen dritten Treffer folgen. Parallel musste Sand noch einen Schock verkraften, denn Schmidt wurde von einer Wespe am Hals gestochen (69.) und musste vorsorglich ins Krankenhaus. „Auch das muss eine Mannschaft erstmal wegstecken. Wir haben im Sommer viel Qualität verloren, so dass wir nicht das Schwergewicht sind, als das wir hingestellt werden“, betont SSV-Coach Mario Deppe. Eine Nummer zu groß war der neue Spitzenreiter für Körle allemal. (Sebastian Schmidt)

Statistik

Körle: Umbach - Künzel, Petrukhin (64. Özata), Taube, Scherbaum - Kouay, Kraus (79. Schindzielorz), Greiner, Alberding - Cetinkaya, Sow (54. Misiak).

Sand: Christof - Topsakal, Winkelheide, Si. Bernhardt, Wicke - St. Bernhardt (82. Dzaferi), Unzicker, Bravo Sanchez, Schmidt (70. Radig), Koch - Kühne (90.+1 Wiktor).

SR: Uhl (Kassel).

Z: 200.

Tore: 0:1 Koch (38.), 0:2 Koch (50.), 0:3 Koch (90.+3).

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