Gudensberg schlägt Wabern in einem rassigen Finale mit 2:1

Carlos Rohmann macht die Tür zum Pokalsieg auf

Das Gudensberger „Double“ ist perfekt. Die späte Krönung einer Fußballsaison, die der FSG nach dem Aufstieg in die Verbandsliga nun auch noch den ersten Kreispokalsieg bescherte. „Das wird uns einen echten Schub geben“, freute sich Trainer Fröhlich über einen 2:1 (0:0)-Finalsieg über den TSV Wabern.

Uttershausen - Dass der hart erkämpft war, rundete den Erfolg noch ab. Und ärgerte den Verlierer. „Da war mehr drin“, haderte Waberns Coach Völker mit einem erfolglosen Powerplay seiner Mannschaft in der Schlussphase, als die gegnerische Abwehr erstmals wankte, aber nicht fiel. „Ich bin froh, dass wir den knappen Vorsprung über die Zeit gerettet haben“, gestand FSG-Mittelfeldspieler Carlos Rohmann.

Der 25-Jährige hatte in der 53. Minute mit seinem Tor für den „Türöffner“ (Fröhlich) gesorgt. Ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, als der Gruppenoberligist nach ausgeglichener erster Hälfte – mit leichten Vorteilen für die FSG – Spiel und Gegner erstmals in den Griff zu bekommen schien. Und Marius Rohde nach schönem Doppelpass zuvor nur knapp an Torwart Stieghorst (51.) gescheitert war. Waberns Sechser, der kurz darauf zum doppelten Pechvogel mutierte. Von Torwart Saul angespielt, bekam er den Ball nicht unter Kontrolle, Carlos Rohmann roch den Braten, luchste ihm das Spielgerät energisch ab und schob zum 0:1 (53.) ein.

Da hatte sich Gudensbergs frühes Anlaufen zum ersten Mal ausgezahlt, nachdem bis dahin Florian Amert und Co. die FSG-Angreifer ins Leere hatten laufen lassen. „Dieses Tor hat Gudensberg in die Karten gespielt“, wusste der TSV-Coach, dass es von nun an gegen diese kompakte Abwehr noch schwerer werden würde.

TSV-Schlussoffensive blieb unbelohnt

Denn: Seine Mannschaft musste kommen, der Gegner durfte kontern, was er besonders gut kann. Das demonstrierte Tom Siebert in der 77. Minute, zog auf und davon und bediente Andrej Lang. Dessen Schuss konnte von Johannes Kördel noch von der Linie gekratzt werden, doch Can Rommel schob im zweiten Versuch ein.

Die Vorentscheidung? Nein. „Wir haben den Kopf nicht hängen lassen“, konnte Jan Luca Schmeer mit Fug und Recht behaupten. Der laufstarke Mittelfeldspieler, der auf dem TSV-Flügel für immer mehr Wirbel sorgte. Letztlich vergebens. Zwar gelang Marius Rohde mit einem abgefälschten Schuss ins lange Eck der Anschlusstreffer (84.), doch danach fehlte seinem Team kühler Kopf und Übersicht, um ihren leidenschaftlich kämpfenden Gegner in die Verlängerung zu zwingen.

Den wenigen Zuschauern hätt‘s gefallen, waren sie doch bis dahin in einem intensiven Spiel auf Augenhöhe durchaus auf ihre Kosten gekommen. Das tröstete nach und nach auch Mario Völker: „Auf dieser Leistung können wir trotz der Niederlage aufbauen.“

Wabern: Saul - Kördel, Amert, Wendel - Löcke (70. Schluckebier), Rohde - Schmeer, Herpe, Mühlberger (81. Kraus) - Fabian Korell, Florian Korell (70. Müller). Gudensberg: Stieghorst - Prüfer, Dobler-Eggers, Lauterbach, Otto - Rohmann, Lang, Frank - Döring (81. Göttig), Siebert, Rommel (80. Dünzebach). SR: Schmidt (Kerstenhausen).(ohm)

Gudensbergs Führungstreffer ist unterwegs: Carlos Rohmann (l.) nimmt Waberns Marius Rohde den Ball ab und trifft zum 0:1.

Rubriklistenbild: © Pressebilder Hahn

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