2. Bundesliga:

Corona-Fälle um nahen Umfeld: Spielerinnen der SG 09 Kirchhof bleiben in Quarantäne

Derzeit verwaist: Da sich die Spielerinnen der SG 09 Kirchhof bis vorerst 26. November in häuslicher Quarantäne befinden, fliegen bis auf Weiteres keine Handbälle durch die Melsunger Stadtsporthalle. 
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Derzeit verwaist: Da sich die Spielerinnen der SG 09 Kirchhof bis vorerst 26. November in häuslicher Quarantäne befinden, fliegen bis auf Weiteres keine Handbälle durch die Melsunger Stadtsporthalle. 

Eine Woche häusliche Quarantäne ist geschafft. Eine weitere folgt, denn die Zweitliga-Handballerinnen der SG 09 Kirchhof müssen sich bis vorerst 26. November komplett in den jeweils eigenen vier Wänden aufhalten, weil es im nahen Umfeld der Mannschaft mehrere Corona-Fälle gibt.

Kirchhof – „Alle Spielerinnen, die im Mannschaftstraining waren, sind negativ getestet worden. Es geht ihnen soweit gut“, betont Trainer Gernot Weiss. Eine erste Entwarnung, doch die Inkubationszeit kann bis zu 14 Tage betragen. Somit entscheidet das zuständige Gesundheitsamt in Homberg, wann die unfreiwillige Auszeit für die Grün-Weißen endet.

Der Handball-Lehrer hat seinen Schützlingen Übungen mit auf den Weg gegeben. Liegestütze, Treppensteigen, Einheiten für die Stabilität und je nach Situation in der Wohnung für die Kondition. Oder für den Aufbau, weil etwa Iva van der Linden, Greta Kavaliauskaite (beide Knie) und Ida Evjen (Schulter) Verletzungen auskurieren.

Jana Schaffrick nutzt Zeit für Studium

Die Spielerinnen gehen unterschiedlich mit der Situation um. Einige, nimmt’s etwa Kreisläuferin Jana Schaffrick mit Humor, hätten „aus Verzweiflung schon dreimal die ganze Wohnung geputzt.“ Einige wie sie haben den Vorteil, dass sie als Studentinnen ohnehin viel Zeit zu Hause verbringen müssen. Die 21-Jährige ist seit diesem Semester in Kassel in Wirtschaftswissenschaften eingeschrieben. Sie kann nun online jede Vorlesung besuchen und lernt fleißig, nachdem sie ihre Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte erfolgreich abgeschlossen hat.

Zudem ist die Vize-Kapitänin in der glücklichen Lage, in den eigenen vier Wänden Fahrrad fahren zu können und macht viele Übungen mit Eigengewicht. Mit den Teamkolleginnen hält sie via Handy und Zoom Kontakt. Ansonsten freut sie sich über mehr Zeit für Telefonate mit der Familie. Das nutzt auch Diana Sabljak, macht aber keinen Hehl daraus, „dass es ein bisschen langweilig ist und ich jeden Tag im Kalender ankreuze, der vorbei ist.“ Die Kapitänin würde mit ihrer Mannschaft nur all zu gern zumindest noch zwei Punkte in diesem Jahr holen, doch die Spiele in Leipzig und gegen Waiblingen sind noch nicht neu angesetzt.

Wird die Saison verlängert?

Weiter gehen soll es für die SG am 2. Januar nach der EM-Pause mit dem Spiel in Freiburg. Ursprünglich war geplant, während der Weihnachtstage zu pausieren, ansonsten aber im Dezember voll zu trainieren. Coach Gernot Weiss liebäugelt nun aber mit einer längeren Auszeit. „Wenn immer wieder Teams aussetzen müssen, wäre in der Tabelle Chaos. Also ist mein persönlicher Wunsch, dass die Saison bis Ende Juni oder Mitte Juli verlängert wird und wir vielleicht ab März wieder spielen und dann nach und nach wieder vor Zuschauern“, erklärt der A-Lizenz-Inhaber. Verbunden mit der Aussicht auf den Impfstoff und mit der Hoffnung, dass im Verein keine weiteren Hiobsbotschaften folgen. (sbs)

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