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Dank klaren Regeln einfach besser: TSV Besse erstmals in der Gruppenliga

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Von: Sebastian Schmidt

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Einsame spitze – auch im Feiern: Der TSV Besse als souveräner Meister der Kreisoberliga und Aufsteiger in die Gruppenliga mit (von links) Trainer Andreas Wenderoth, Sven Pape, Sebastian Opl, Jan-Dirk Scherb, Marvin Schramm, Viktor Ziegler, Dennis Kornetzki, Spielerfrau Louisa Ziegler, Fabian Reitze, 2. Abteilungsleiter Michael Lange (verdeckt), Lasse und Mats Laqua, Heiko Zuschlag, Co-Trainer Andre Laqua, Leroy Bawuah, Fabian Arpke (verdeckt), Betreuerin Nora Schütz, 1. Abteilungsleiter Nico Döring, Martin Pierog, Physio Finja Kühn, Sebastian Finke, David Huy, Dennis Globisch, Sven Grünwald, Fabian Pfeil, Dennis Lengemann (verdeckt), Paul Kuntze (verdeckt), Maik Walter, Luca Sichwart, Maurice Abel, Pascal Walter, Aymen Zouaoui, Dennis Schleifenbaum und Santigie Sesay mit Kind (im Rauch).
Einsame spitze – auch im Feiern: Der TSV Besse als souveräner Meister der Kreisoberliga und Aufsteiger in die Gruppenliga mit (von links) Trainer Andreas Wenderoth, Sven Pape, Sebastian Opl, Jan-Dirk Scherb, Marvin Schramm, Viktor Ziegler, Dennis Kornetzki, Spielerfrau Louisa Ziegler, Fabian Reitze, 2. Abteilungsleiter Michael Lange (verdeckt), Lasse und Mats Laqua, Heiko Zuschlag, Co-Trainer Andre Laqua, Leroy Bawuah, Fabian Arpke (verdeckt), Betreuerin Nora Schütz, 1. Abteilungsleiter Nico Döring, Martin Pierog, Physio Finja Kühn, Sebastian Finke, David Huy, Dennis Globisch, Sven Grünwald, Fabian Pfeil, Dennis Lengemann (verdeckt), Paul Kuntze (verdeckt), Maik Walter, Luca Sichwart, Maurice Abel, Pascal Walter, Aymen Zouaoui, Dennis Schleifenbaum und Santigie Sesay mit Kind (im Rauch). © Artur Schöneburg

Bei fast jedem Amateur-Verein gibt es Fußballer mit gewissen Vorzügen. Kicker, die nur am Wochenende glänzen. Ausnahmekönner, die nicht jede Übung mitmachen müssen. Nicht so beim TSV Besse. Denn dessen historischer Durchmarsch erstmals in die Gruppenliga fußt auf klare Regeln und eine ganz besondere Vorgabe.

Besse – „Bei uns findet jedes Training auf Spielniveau statt. Und wer nicht zweimal pro Woche am Start ist, sitzt auf der Bank oder muss Zweite spielen“, erklärt Andreas Wenderoth. Alternativ lässt er nur eine knackige Ausdauer-Einheit gelten, die via Pulsuhr übermittelt wird. Wie ernst es der Mann meint, der als Trainer für die jüngsten Meisterschaften verantwortlich ist, belegt das Rückspiel gegen den Tabellenzweiten TSV Obermelsungen. Da mussten der hochveranlagte Verteidiger Paul Kuntze und der Verbandsliga erprobte Angreifer Sven Pape mit der Rolle als Einwechselspieler leben. Dennoch – oder vielleicht gerade deshalb – setzte sich Besse auch hier nach drei späten Treffern mit 5:2 durch. Einer der Torschützen hieß Kuntze.

Das eine bedingt freilich das andere. Denn diese Tore stehen für eine weitere Stärke des trainingsfleißigen Wenderoth-Teams. Satte 21 Treffer gelangen Besse nach der 80. Minute. Das ist exakt ein Viertel der Gesamtausbeute. „Wer Erfolg haben will, muss über seine Schmerzgrenzen hinaus gehen. Weil wir wussten, dass wir bedenkenlos auffüllen können und fitter als die anderen Mannschaften sind, hat sich ein Selbstverständnis verfestigt“, erklärt Kapitän David Huy das Selbstvertrauen seines auch taktisch flexibeln Teams.

Sieben Siege nach Rückstand gefeiert

Diese (ebenso mentale) Stabilität ermöglichte es, dass der TSV in sieben Begegnungen noch als Sieger vom Platz ging, nachdem er in Rückstand geraten war. Zu verdanken der Kunst, auch aus Niederlagen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Denn im vergangenen Sommer steckte die Mannschaft im Tief. Verlor erst (ohne acht Stammkräfte) das Pokal-Finale gegen den TSV Wabern mit 0:4, ehe das Aus in dieser Pokalrunde durch ein 1:3 gegen den SC Edermünde kam. Konsequenz für den Coach, dem auch schon als Spieler und Kapitän mit der SG Lohre/Niedervorschütz ein Durchmarsch von der A-Liga in die Gruppenliga gelang: „14 Tage habe ich alles laufen lassen. Dann habe ich die Jungs durch viele Spaßeinheiten mit viel Lachen zurück in die Spur gebracht.“

Nur die Konkurrenz, die hatte nichts zu lachen. Mit zwölf Siegen in Serie startete Besse. Erarbeitete sich einen Vorsprung, sodass der Aufstieg spätestens nach den beiden 2:1-Siegen über den bis dato ärgsten Rivalen SG Neukirchen/Röllshausen direkt vor und direkt nach der Winterpause nur noch eine Frage der Zeit war. Selbstredend gelang der erste Coup in letzter Minute, der zweite nach Rückstand.

16 verschiedene Torschützen

„Da ist viel Ballast abgefallen. Das war der Brustlöser“, blickt Kapitän Huy zurück. Mit zwölf Toren und sieben Vorlagen ist der 29-jährige Mittelfeldspieler der zweitbeste Scorer des Meisters. Nur Mittelstürmer Leroy Bawuah (23/12) hat noch mehr zu bieten. Weitaus wichtiger ist jedoch die Ausgeglichenheit, denn gleich 16 verschiedene Spieler haben getroffen. 16 gute Gründe, warum sich der TSV Besse nun erstmals in der Gruppenliga beweisen kann. (Sebastian Schmidt)

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