A-Jugend-Bundesliga: 

David Kuntscher sichert mJSG Melsungen das 29:29 in der letzten Sekunde

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Großer Jubel: Jan Kuntscher, Tor in letzter Sekunde für die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen beim Topspiel in Flensburg. 

Noch drei Sekunden: Benjamin Fitozovic nimmt sich den Ball, um einen Freiwurf auszuführen, und spielt Malvin Haeske an. Noch zwei Sekunden: Haeske kreuzt für David Kuntscher. Noch eine Sekunde: Neun Meter vor dem Tor springt Kuntscher ab, wirft und trifft ins kurze Eck. Mit dem 29:29 (13:13) im Spitzenspiel bei der SG Flensburg-Handewitt verteidigte die A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen die Tabellenführung in der Bundesliga-Meisterrunde, Gruppe 2, erfolgreich.

Ende gut, alles gut? Nicht ganz. Björn Brede freute sich zwar über ein Handballspiel „auf hohem Niveau“, aber das Happy End machte die Schwächen der beiden Hamburger Schiedsrichterinnen Svenja Maczeyzik und Saskia Blunck nicht ungeschehen. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Schiedsrichterinnen das Spiel im Griff hatten“, formulierte der mJSG-Trainer diplomatisch. 

Brede vermisste vor allem die Gleichbehandlung und sah vergleichbare Vergehen, für die seine Mannschaft bestraft wurde, während die Gastgeber ungeschoren davonkamen. Die gegen die Gäste ausgesprochenen Zeitstrafen summierten sich auf zwölf Minuten und gipfelten in der Disqualifikation von Paul Kompenhans nach dessen dritter Zwei-Minuten-Strafe (43.).

Spannend war das Spitzenspiel jedoch nicht nur in der Schlussphase, sondern durchgehend. So gab es die erste Flensburger Zwei-Tore-Führung erst beim 12:10 in der 24. Minute. Die mJSG antwortete mit dem – aus ihrer Sicht – 18:16 (37.) und vor allem mit dem 27:25 (53.), aber die Gastgeber konterten mit einem 4:0-Lauf zum 29:27 (59.). Dann verkürzte David Kuntscher, ehe er seinen ganz großen Auftritt hatte.

Brede aber lobte nicht nur den Mut Kuntschers, den Ideenreichtum Preglers und das Durchsetzungsvermögen Hellemanns, sondern auch Jan-Lasse Herbst und Jannik Büde. Die Torhüter kompensierten mit ihren Paraden einige Handicaps, unter denen die Abwehr litt. Neben Paul Kompenhans war Ole Pregler früh mit der zweiten Zwei-Minuten-Strafe bedacht worden, sodass der Abwehrchef über weite Strecken nur im Angriff eingesetzt wurde.

Und schließlich ließ sich die mJSG auch vom Sturmtief Sabine nicht besiegen. In Flensburg gab es noch freie Hotelzimmer, sodass die Rückreise auf den Montag verschoben wurde.

mJSG: Herbst, Büde - Haeske 3, Badenheuer, Beekmann 1, Kompenhans 1, Pregler 4, Rietze 2, Fitosovic 1, Andrei 2, Hellemann 4, Fuchs 8/4, Kuntscher 3.

SR:Maczeyzik/Blunck (Hamburg).

Z: 157.

Siebenmeter:5/3:4/4.

Zeitstrafen:6:12 Minuten. 

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