Oberliga: Wegweisende Spiele für abstiegsgefährdete Besser - Sticht Joker Blumhardt?

Derby und Schlüsselpartie

Besser Hoffnungsträger: Stas Blumhardt, der im Derby gegen Stadtallendorf im unteren Paarkreuz Sebastian Pfaff ersetzt. Foto: Kasiewicz

Edermünde. Findet der TSV Besse noch einmal Anschluss ans Mittelfeld der Tischtennis-Oberliga? Dazu sind Punktgewinne am Wochenende gegen den TTV Stadtallendorf (Sa. 19 Uhr/Mehrzweckhalle) und bei TTC RW Biebrich (So. 14) unbedingt erforderlich, aber schwer zu realisieren.

Das traditionsreiche Nordhessen-Derby war in den letzten Jahren fast immer hart umkämpft, aber selten gingen die Edermünder als Sieger aus der Halle. Weder in der vergangenen Saison (5:9 in Stadtallendorf, 6:9 in Besse) noch in der Hinrunde (6:9) kamen Zähler aufs TSV-Konto. „Stadtallendorf ist kompakt aufgestellt und hat in Fabian Moritz einen überragenden Spitzenmann“, weiß TSV-Teamchef Manfred Pfaff um die Qualitäten des Tabellenfünften, der mit dem Polen Michal Kuternozinski (9:2-Siege) und Nachwuchstalent Marco Grohmann (7:2) über ein extrem starkes mittleres Paarkreuz verfügt.

Jeder Einzelgewinn von Mateusz Kaszuba, der gegen seinen Landsmann besonders motiviert sein dürfte, und von Youngster Florian Bierwirth (beide derzeit mit 2:4-Bilanz) wäre eine positive Überraschung. Das müssten die Gastgeber im unteren Paarkreuz wettmachen. Dort wird der langjährige Stammspieler Stas Blumhardt sein Comeback geben. „Wir ziehen damit unseren Joker und hoffen, dass er sticht“, erwartet Peter Beck einen Motivationsschub. Wahrscheinlich wird dafür Sebastian Pfaff pausieren, der zwar mit 5:1-Rückrundensiegen in Bestform ist, dem aber die TTV-Gegner Carsten Zulauf und Slawomir Karwatka nicht liegen.

Eine Schlüsselpartie im Kampf um den Klassenerhalt steht in Biebrich an. „Dort rechnen wir uns eher etwas aus,“ hält Pfaff einen Auswärtscoup beim Tabellennachbarn für möglich. Dafür scheint dessen 0:9-Debakel gegen Stadtallendorf zu sprechen, bei dem die Wiesbadener allerdings gleich in sechs Fünf-Satz-Matches.

Und: Im Hinspiel gegen die Edermünder feierte der Aufsteiger einen 9:6-Sieg. Da bekamen Petr Wasik und Michal Baron RW-Spitzenmann Jens Lilienthal nicht in den Griff. Der an Position zwei vorgerückte Frank Renkewitz tut sich indes mit bisher nur einem Sieg aus elf Duellen schwer. „Wahrscheinlich werden wir vorne drei Einzelgewinne brauchen, um zu gewinnen“, hofftPfaff auf eine Steigerung des tschechischen Duos Wasik/Baron, das in dieser Saison bisher unter den Erwartungen geblieben ist.

Von Reinhold Döring

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.