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Die Gala der Rückkehrer: MT Melsungen II souverän gegen HSG Kleenheim/Langgöns

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Von: Gerd Brehm

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Hat nichts verlernt: Max Pregler (am Ball gegen Jonas Friedrich) gab im Trikot der MT Melsungen II einen souveränen Abwehrchef im Spitzenspiel gegen die HSG Kleenheim/Langgöns.
Hat nichts verlernt: Max Pregler (am Ball gegen Jonas Friedrich) gab im Trikot der MT Melsungen II einen souveränen Abwehrchef im Spitzenspiel gegen die HSG Kleenheim/Langgöns. © Pressebilder Hahn

Ausgerechnet die beiden Akteure, die seit Langem kein Handballspiel bestritten hatten. Ausgerechnet Paul Kompenhans und Max Pregler sorgten dafür, dass die MT Melsungen II beim Oberliga-Spitzenspiel gegen die HSG Kleenheim/Langgöns einen deutlichen Sieg feierte.

Melsungen – Kompenhans, der fünf Monate wegen einer Fußverletzung fehlte, und Pregler, der sich seit fast zwei Jahren im „Ruhestand“ befand und seine Karriere wegen einer Hüftverletzung eigentlich beendet hatte, waren beim 28:18 (14:8) die besten Spieler. Während Kompenhans’ Comeback angekündigt wurde, war Preglers Rückkehr eine Überraschung. „Weil mit Florian Weiß und Merlin Kothe die beiden Spieler fehlten, die normalerweise den Mittelblock bilden, mussten wir reagieren“, sagte Trainer Georgi Sviridenko.

Pregler war der Abwehrchef und hatte einen großen Anteil daran, dass die Defensive das Melsunger Prunkstück war. Obwohl der 27-Jährige nur zweimal mit der Mannschaft trainiert hatte, funktionierte die Abstimmung bestens. „Beim Training der B-Jugend mache ich bei manchen Übungen mit und war zuversichtlich, das Abwehrverhalten nicht verlernt zu haben. Jedenfalls bin ich entspannt ins Spiel gegangen“, sagt Pregler, der bei der B-Jugend der mJSG Sviridenkos Co-Trainer ist.

Pregler bärenstark als Abwehrchef

Während sich der Abwehrchef meistens ausruhen durfte, wenn seine Mitspieler im Angriff agierten, war Paul Kompenhans fast 60 Minuten gefordert. Er führte Regie, übernahm Verantwortung und war mit sechs Treffern nach David Kuntscher (7/5) Melsungens bester Werfer. Tiefstapelnd nannte der 19-Jährige seinen Auftritt „in Ordnung“ und dachte an die „Luft nach oben“. „Mein derzeitiges Leistungsvermögen liegt ungefähr bei 85 Prozent“, glaubt Kompenhans. Dessen Trainer lobte ihn ebenso wie Pregler und Ben Beekmann für die „gute Leistung in der Abwehr“, kritisierte jedoch das Chaos, das sich in den ersten zwölf Minuten der zweiten Halbzeit im Angriff offenbarte.

Nach Kompenhans’ Treffer zum 15:8 endete zwischen der 32. und 42. Minute jeder Melsunger Angriff mit einem technischen Fehler. Die Gäste nutzten die lange Schwächephase zu einer zunächst erfolgreichen Aufholjagd. Aus dem komfortablen 15:8 wurde ein unbequemes 15:12, ehe sich auch die HSG jede Menge Fehler erlaubte.

Kompenhans übernimmt Verantwortung

So hatte die in der ersten Halbzeit phasenweise ansehnliche Partie in den zweiten 30 Minuten nicht mehr das Niveau, das man von einem Oberliga-Spitzenspiel erwarten durfte.

MT: Büde (3 P./6 GT.), Ullrich (6/12) - Dobrizcikowski, Rietze, Beekmann 5, Potzkai, Hörr, Pregler 3, Kompenhans 6, Andrei 1, Reinbold 2, Sahin, Kuntscher 7/5, Grolla 4.

HSG: Eckhard (5/11), Weber (4/17) - Höpfner 6/1, Hantl, Straßheim 1, Roth 2, Scheibel, Mohr, Kollmann 1, Patt 4, Friedrich 1, Wolf, Lang 3/3.

SR: Hegebart/Schönberger (Wiesbaden) Z: 100. Zeitstrafen: 2:10-Minuten. Siebenmeter: 5/5:4/5. (Gerd Brehm)

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